Tobias Wilbrand kündigt Kandidatur an

Grüner will Rathaus-Chef werden

Egelsbach -  Das Rennen um den Chefsessel im Egelsbacher Rathaus ist eröffnet. Tobias Wilbrand tritt zur Bürgermeisterwahl (Termin: 18. Februar 2018) als Kandidat der Grünen gegen Amtsinhaber Jürgen Sieling (SPD) an. Von Holger Borchard 

Das haben Vorstand und Fraktion der Grünen sowie der 45 Jahre alte Herausforderer gestern öffentlich bekannt gegeben. Tobias Wilbrand ist in der Egelsbacher Kommunalpolitik kein Unbekannter. Von 2011 bis 2016 saß er für die Grünen in der Gemeindevertretung, leitete den Haupt- und Finanzausschuss und wirkte aktiv an der Neugestaltung der Kinderbetreuung mit. Aus beruflichen Gründen trat er bei der Kommunalwahl im Frühjahr 2016 auf einem der hinteren Listenplätze an. „Ich bin aber nie ganz weggekommen von der Kommunalpolitik“, verrät der verheiratete Familienvater (zwei Kinder, 16 und zwölf Jahre alt). „Von daher habe ich mich sehr darüber gefreut, als mir Vorstand und Fraktion vorschlugen, mich für das Bürgermeisteramt zu bewerben.“

Tobias Wilbrand (45) tritt für die Grünen zur Bürgermeisterwahl in Egelsbach an.

„Mit Tobias Wilbrand haben wir einen Kandidaten, der alle notwendigen Kompetenzen für die überfälligen Veränderungen im Rathaus mitbringt“, ist der Partei- und Fraktionsvorsitzende der Egelsbacher Grünen, Harald Eßer, überzeugt. Wilbrand verfüge über politische Erfahrung und habe sich durch seine umsichtige Ausschussführung Respekt erarbeitet. „Außerdem bringt er mit seinem beruflichen Hintergrund als selbstständiger Team- und Organisationsentwickler das notwendige Know-how und die Persönlichkeit mit, um frischen Wind und Bewegung ins Rathaus zu bringen.“

Den formalen Akt der Nominierung werden die Grünen im Zuge einer Mitte/Ende des Monats stattfinden Mitgliederversammlung vollziehen. „Parallel wird das Wahlprogramm erarbeitet“, kündigt Wilbrand an und lässt schon einmal durchblicken: „Ich sehe die größten Herausforderungen nicht in den politischen Entscheidungen an sich, vielmehr muss sich die Zusammenarbeit zwischen Politik und Verwaltung erheblich verbessern.“

Bürgermeister und Landräte aus der Region

Sein Verständnis von parlamentarischer Demokratie basiere darauf, dass die wichtigen Grundsatzentscheidungen in den Kollektivgremien der Gemeindevertretung getroffen werden“, unterstreicht Wilbrand. „Als Bürgermeister ist es meine Pflicht, die Volksvertreter möglichst ergebnisoffen mit den notwendigen Informationen zu versorgen und beratend zur Seite zu stehen. Haben die Gremien einen Beschluss gefasst, ist es wiederum meine Aufgabe, diese Entscheidungen mit meinem Team in der Verwaltung umzusetzen.“ Gerade an diesen Selbstverständlichkeiten hapere es unter Jürgen Sieling gewaltig, assistiert Harald Eßer. „Deswegen ist für uns Tobias Wilbrand der richtige Mensch am richtigen Platz – mit ihm können wir transparent und zeitnah den Reformstau auflösen, wie etwa beim Straßenunterhalt, um nur ein Beispiel zu nennen.“

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