Corona-Krise

Egelsbach: Von Boxen über Aerobic bis Yoga: SGE bietet über 30 virtuelle Trainings an

Judo-Trainer Jürgen Krist zeigt den Mitmachenden zu Hause virtuell Zugübungen für die Arme – nicht nur für Judoka. Bei den meisten Trainings braucht man keine Geräte, es wird mit dem eigenen Körpergewicht gearbeitet.
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Judo-Trainer Jürgen Krist zeigt den Mitmachenden zu Hause virtuell Zugübungen für die Arme – nicht nur für Judoka. Bei den meisten Trainings braucht man keine Geräte, es wird mit dem eigenen Körpergewicht gearbeitet.

Die Corona-Krise trifft auch die Sportgemeinschaft Egelsbach (SGE). Um trotzdem fit zu bleiben, gibt es jetzt Übungen vor dem Bildschirm.

Egelsbach – Das Coronavirus und seine Auswirkungen betreffen auch die Sportgemeinschaft Egelsbach (SGE).

Seit Mitte März hat der Verein, der mit mehr als 3 000 Mitgliedern, 16 Abteilungen und einem eigenen Sportstudio zu den größten im Landkreis zählt, alle sportlichen Aktivitäten aufgrund der Anweisungen zur Eindämmung der Pandemie vorerst eingestellt. „Dennoch“, so SGE-Vorsitzender Wolfgang Schroth, „sollen alle unsere Mitglieder und Nutzer des Sportstudios fit, kräftig, beweglich und leistungsfähig bleiben“.

Deshalb hat sich die SGE auf virtuelles Training verlegt: So können Mitglieder und Interessierte sicher in den eigenen vier Wänden vor dem PC sporteln, bleiben aktiv und befolgen das Kontaktverbot. Die Grundlage dafür ist da: Durch das Projekt „Pressewart 21“ aus dem Jahr 2017 sind die Ehrenamtlichen fit im Umgang mit Video, Audio und Social Media.

Wichtig ist, dass kein spezielles Material benötigt wird, um die Übungen, die die Trainer virtuell vormachen, nachzuahmen. „Virtuelles Training soll von zu Hause mit eigenem Körpergewicht, einer Yogamatte oder Teppich und einem Stuhl zu praktizieren sein. Und das Wichtigste, alle sollen nach ihren individuellen Fähigkeiten eigenverantwortlich mitmachen können. Denn SGE bedeutet auch: Sport gemeinsam erleben“, erklärt Roberto Adami, sportlicher Leiter des SGE-Sportcenters.

Nach dieser Maßgabe analysierte der kaufmännische Leiter des Sportcenters, der Diplom-Sportwissenschaftler Lars Engelmann, mit einem Trainerstab binnen weniger Tage das gesamte Kursangebot sowie die Sportangebote der Vereinsabteilungen. „Wir haben insgesamt 30 Trainingsformate analysiert. Eine Auswahl bieten wir nun unseren Mitgliedern und Nutzern sukzessive über unsere SGE-Webseite und die Vereins-App an. Jeden Tag gibt es ein neues virtuelles Training zum Mitmachen.“

Die virtuellen Trainings dauern je 45 Minuten. Sie erstecken sich von Kraft- und Konditionsübungen (HitCon, Functional Trainings), Rumpfgymnastik, BBP (Bauch-Bein-Po), Tai Chi, Qi Gong, Yoga, Gymnastik am Stuhl, Schwimm- und Lauftrainings „im Trockenen“ über Zumba, Step Aerobic, Judo, Boxen, Mutter-Kind-Turnen und vieles mehr. Sogar ein Fußballtraining für Kinder ohne Ball wird entwickelt. Ein Ernährungsvortrag für Sportler rundet das umfangreiche Angebot ab.

„Diese Trainings repräsentieren das große Angebot unseres Vereins und des Sportzentrums für unsere Mitglieder und alle Interessierten. Bestimmt schnuppern viele in für sie neue Trainings hinein, die sie dann nach Wiedereröffnung der sportlichen Aktivitäten gerne weiterverfolgen wollen“, hofft Jan Knöß, stellvertretender SGE-Vorsitzender und verantwortlich für das sportliche Angebot des Gesamtvereins. Natürlich freue sich die SGE auch in der Krise über alle, die wegen des Angebots eine neue Mitgliedschaft im Verein abschließen.  

Von Julia Radgen

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