Jungbrunnen für die SG Egelsbach

Fünf Jahre Sportcenter: Innenminister lobt „mutige Entscheidung“

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Die siebenjährige Annamaria zeigt (von links) Jan Knöß (stellvertretender Vorsitzender der SGE), dem sportlichen Leiter des Sportcenters, Roberto Adami, Innenminister Peter Beuth und Landtagsabgeordnetem Hartmut Honka, wie gut sie bereits turnen kann.

Egelsbach -  Eine Kinderhüpfburg und Kuchentische vor dem Sportcenter der SG Egelsbach deuten es von außen an: Da wird gerade ein Geburtstag gefeiert. Von Timo Kurth

Nachdem das Sportcenter seit fünf Jahren in Betrieb ist, kann bereits guten Gewissens von einem rundum gelungenen Erfolg gesprochen werden, der dem Verein den erhofften Mitgliederzuwachs in allen Altersgruppen bescherte. Beim Tag der offenen Tür kam deshalb neben Bürgermeister und Landrat auch Innenminister Peter Beuth zu Wort.

„Dass ein Minister zu einem fünfjährigen Jubiläum kommt, ist ja nicht selbstverständlich“, beginnt Peter Beuth (CDU) seine Begrüßungsworte an die Festgemeinde. „Aber das Sportcenter ist eben auch ein besonderes Projekt.“ Aus dem Sportetat des Landes wurde das SGE-Gebäude zusammen mit Gemeinde- und Kreismitteln entscheidend mitverwirklicht. „Sie haben damals eine mutige Entscheidung getroffen, um den Bürgern das Sportangebot zu liefern, das nachgefragt wurde. Das scheint aufgegangen zu sein.“

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Die Zahl der Neueintritte seit 2011 liegt bei rund 1000. „Somit hat sich das Sportcenter für die SGE als Jungbrunnen entpuppt“, so Beuth. Dass ein Spitzenpolitiker auch die Früchte, die die Landesgelder getragen haben, miternten möchte, scheint nicht abwegig. „Doch meine Anwesenheit ist kein Selbstzweck, sondern soll ein Stück Anerkennung für Ihre herausragende Arbeit sein“, so der Minister.

Andrea Kahland stellte mit einem Pilates-Schnupperkurs nur eines der vielen Angebote der SGE vor, die erst durch das Sportcenter möglich geworden sind.  

Der Begriff Jungbrunnen ist in diesem Fall jedoch irreführend. „Durch den Betrieb in unserem Sportcenter haben wir in allen Altersklassen Mitglieder hinzugewinnen können“, konstatiert SGE-Vorstandsmitglied Heinz-Jürgen Knöß. Mit der Erweiterung des Gesundheits- und Fitnessbereichs seien vor allem auch ältere Mitglieder neu hinzugekommen.

Der kleine Obolus von 300 Euro, den der hessische Minister in Form eines Förderbescheids als „Geburtstagsgeschenk“ überreicht, ist für die SGE inzwischen vergleichsweise von geringer Höhe. „Wir arbeiten mittlerweile mit Summen, die mit denen eines mittelständischen Unternehmens vergleichbar sind“, sagt Kassenwart Knöß. Nicht zuletzt sind im Verein mehrere fest angestellte Sportwissenschaftler und Fitnesscoaches zu finden. „Wir sind dabei, neue Projekte für die Sportstadt Egelsbach auszuloten“, sagt er, ohne Genaueres über mögliche Investitionen preiszugeben.

In die Lobeshymnen auf den größten Verein des Kreises in seiner zweitkleinsten Kommune (hinter Mainhausen) stimmt erwartungsgemäß auch Landrat Oliver Quilling (CDU) ein. „Bei Vereinen, die sich bei uns im Kreis ein bisschen schwertun, verweise ich immer gerne auf die SG Egelsbach. Die haben den Turnaround nämlich geschafft“, lobt Quilling. „Dem Mut des Vorstands ist es zu verdanken, dass diese Kehrtwende vollzogen werden konnte. Diesen Weg möchten wir auch politisch weiterhin unterstützen.“

Bilder aus der Anfangszeit des Sportcenters 2012:

Tag der offenen Tür im neuen Sportcenter

Peter Dinkel als Sportkreisvorsitzender macht noch mal deutlich, wie wichtig die Öffnung des Angebots war. „Sportvereine sind heutzutage Dienstleister. Und wenn die Dienstleistung nicht stimmt, ist der Mitgliederschwund da“, sagt Dinkel. „Wir sind diesen steinigen Weg, der auch mit unpopulären Beitragserhöhungen verbunden war, gegangen, und es hat sich bewahrheitet: Wir waren auf dem richtigen Weg, Edgar“, sagt er in Richtung Ehrenvorsitzendem Edgar Karg. „Fünf innovative Jahre liegen hinter uns“, antwortet dieser. Mit rund 3200 Mitgliedern sei der Verein nun bestens aufgestellt. „Das SGE-Center ist zum sportlichen Zentrum für die Egelsbacher Bevölkerung geworden.“

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