Egelsbacher entdeckt neuen Kleinplaneten „Skywalker“

Hobby-Astronom mit scharfem Auge

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Erwin Schwab hat vor „Skywalker“ schon einige andere Kleinplaneten gesichtet. Foto: Strohfeldt

Egelsbach - Passend zum Kinostart des „Star Wars“-Films „Das Erwachen der Macht“ im Dezember saust „Skywalker“ (Himmelswanderer) jetzt schon mal wirklich durchs Universum. Von Michael Eschenauer

Und das Besondere: Der neue Kleinplanet, der diesen Namen trägt, wurde von einen Hobby-Astronom aus Egelsbach entdeckt. Erwin Schwab (50) und sein Co-Himmelsgucker Stefan Karge (51) aus Frankfurt spürten „Skywalker“ bereits am 12. September 2007 an einem Teleskop des Taunus-Observatoriums auf. Die beiden mussten deshalb so lange auf die Taufe durch die Internationale Astronomische Union warten, weil neue Himmelskörper erst dann einen Namen erhalten, wenn ihre Existenz von anderen Observatorien bestätigt und die Bahn exakt berechnet wurde. Im Falle von „Skywalker“ dauert das ganze acht Jahre.

Der Kleinplanet trägt die Nummer 274020, hat einen Durchmesser von etwa zweieinhalb Kilometern und bewegt sich zwischen Mars und Jupiter. Zum Zeitpunkt seiner Entdeckung war er 222 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Wie schnell der Filmheld Luke Skywalker in seinem Raumgleiter unterwegs ist, wissen wir nicht. Sein Namensvetter erreicht immerhin 80.000 Stundenkilometer

Die Sternwarte auf dem Kleinen Feldberg im Taunus gehört dem Physikalischen Verein Frankfurt. Auf dem Gebiet der Entdeckung von Kleinplaneten ist sie mit etwa 100 anerkannten „Funden“ die erfolgreichste von einem Verein betriebene Sternwarte in Deutschland. Lediglich die professionellen Observatorien in Heidelberg, Tautenburg und Hamburg sowie eine Privatsternwarte in der Nähe von Bergisch Gladbach haben mehr Entdeckungen vorzuweisen.

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Der Egelsbacher Erwin Schwab war bisher nicht nur auf der Taunus-Sternwarte erfolgreich. Begonnen mit der Jagd auf kleine Planeten hat er bereits 1981 auf der Starkenburg-Sternwarte in seinem Geburtsort Heppenheim. Zu seinen bisherigen Entdeckungen zählen unter anderem die Kleinplaneten namens „Darmstadt“ (241418) und „Egelsbach“ (301061). Er sichtete sie mit Hilfe eines ferngesteuerten Teleskops des „Tzec Maun“ Observatorium in New Mexico (USA), wo er sich via Internet von Egelsbach aus eingeloggt hatte. Schwab zählt nach eigenen Angaben zu den Top Ten der Kleinplaneten-Entdecker Deutschlands.

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