Hoch angesehen als Mensch und Politiker

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Die Ehrung für 60 Jahre in der SPD erlebt Wilhelm Thomin nicht mehr – er verstarb am Freitag.

Egelsbach (hob) - Trauer um Wilhelm Thomin: Der Egelsbacher Alt-Bürgermeister ist am vorigen Freitag im Alter von 87 Jahren verstorben. Wilhelm Thomin war über Jahrzehnte auf kommunaler und Kreisebene in der Politik aktiv.

Seit 1. Januar 1951 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei, führte er den Ortsverein von 1959 bis 1978. Von 1957 bis 1960 gehörte er der Gemeindevertretung an, von 1960 bis 1967 war er als Erster Beigeordneter Mitglied des Gemeindevorstands. Anschließend wählte ihn das Parlament zum Bürgermeister – dieses Amt bekleidete Thomin von 1968 bis 1972.

Thomins Wirken auf Kreisebene, das bereits 1961 mit der Leitung des Kreistagsbüros startete (bis 1964 war er persönlicher Referent des damaligen Landrates Heil), fand im Anschluss an die Bürgermeister-Zeit Mitte der 70er-Jahre den Höhepunkt: Thomin übernahm das Amt des hauptamtlichen Kreisbeigeordneten im Kreis Offenbach. Von 1977 bis 1978 gehörte er dann nochmals als Gemeindevertreter dem Egelsbacher Parlament an.

„Eine angesehene Persönlichkeit und geschätzter Ratgeber"

Als Repräsentant der ehemaligen Bezirkssparkasse Langen beziehungsweise seit 1992 der Sparkasse Langen-Seligenstadt war Wilhelm Thomin ebenfalls ein gerne gesehener Gast in der Region. Von 1985 an war er Mitglied des Kuratoriums der damals auf seine Initiative hin gegründeten Stiftung der Sparkasse Langen-Seligenstadt – dies ein Vierteljahrhundert lang als Vorsitzender.

Für viele Funktionen und Verdienste wurde Thomin bereits 1980 mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet. Das Bundesverdienstkreuz wurde ihm 1984 am Bande sowie 1994 erster Klasse verliehen.

Die Trauerfeier findet am Montag, 5. September, 13.45 Uhr, auf dem Egelsbacher Friedhof statt.

„Eine angesehene Persönlichkeit und geschätzter Ratgeber ist von uns gegangen“, sagt der SPD-Vorsitzende Jürgen Sieling. „Wir werden unserem Ehrenvorsitzenden, der im November für 60-jährige Treue zur SPD geehrt worden wäre, ein gebührendes Andenken bereiten.“

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