Sparkurs in Egelsbach

„Das Geld ist nicht alles“

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Jürgen Sieling

Egelsbach - 2012 neigt sich dem Ende entgegen – und damit das erste halbe Amtsjahr von Bürgermeister Jürgen Sieling (SPD).

„An manchen Tagen kommt es mir vor, als sei ich schon deutlicher länger im Amt, an anderen fühlt es sich erheblich kürzer an – aber diese Schwankungen bringt so ein Job wohl immer mit sich“, sinniert der Rathaus-Chef schmunzelnd. Mit Blick aufs „Tagesgeschäft“ und das neue Jahr liegt ihm schon jetzt eine Feststellung besonders am Herzen: „Es darf und wird sich auch künftig in Egelsbach nicht alles ums Geld drehen. “.

Die Gemeinde sei „eben mehr als die reine Gegenüberstellung von Soll und Haben“, betont Sieling im traditionellen Grußwort zum Jahreswechsel. „Und dank seiner Bürgerinnen und Bürger wird Egelsbach auch weiterhin liebenswert und ein guter Flecken Erde zum Leben sein.“

Die Prise Philosophie schadet nix; sie ist die Ouvertüre zur aktuellen Bestandsaufnahme mit Ausblick auf 2013. „Auch in Grußworten vergangener Jahre war schon von der schwierigen Finanzlage unserer Gemeinde zu lesen – und die Situation hat sich wahrlich nicht verbessert, sondern verschärft“, so Sieling.. „Im Dezember musste ich wieder einen hochdefizitären Haushalt einbringen, und die Geduld der Aufsichtsbehörden mit verschuldeten Städten schwindet. Wir sind zu drastischen Maßnahmen aufgerufen und müssen wegen der gewünschten Teilnahme am Kommunalen Schutzschirm in äußerst kurzer Zeit Entscheidungen treffen.“

Belastungen werde es für alle, ob Alt oder Jung, geben, kündigt der Bürgermeister an. „Wir haben die letzten Jahre über unsere Verhältnisse gelebt. Diese Schieflage ist durch kosmetische Korrekturen nicht zu beseitigen.“ Gleichwohl sei es Aufgabe und Pflicht aller politisch Verantwortlichen, Belastungen „nach bestem Wissen und Gewissen“ so vorzunehmen, dass dieser harte Sanierungsweg von einer großen Mehrheit getragen werden könne.

hob

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