Bürgermeisterwahlprogramm des Amtsinhabers (SPD) in Kurzfassung

Jürgen Sieling: „Service, Sicherheit und Sauberkeit“

+
Jürgen Sieling

Egelsbach - Seit Dienstag stellen wir die Wahlprogramme der vier Bürgermeisterkandidaten vor. Den Abschluss macht heute Amtsinhaber Jürgen Sieling (SPD), der folgende Schwerpunkte setzt:

  • Kirchplatzsanierung: Unsere Ortsmitte bietet einen traurigen Anblick. Schotterflächen, beschädigte Fußwege und schlechte Parkplatzorganisation erschweren die Nutzung. Wochenmarkt, Geschäfte und Gastronomie würden von der Aufwertung profitieren. Deshalb: Alle Flächen „rund um die Kirche“ neu gestalten. Von einer schönen Ortsmitte profitieren alle. Erste Ideen werden schon bald vorgestellt.
  • Seniorengerechte Gemeinde: Unsere 2 800 Seniorinnen und Senioren haben neben Problemen in der Bewältigung ihres Alltags ebenso konkrete Ideen und Wünsche an die Heimatgemeinde. Aber selten klappt deren Übermittlung in die politischen Gremien. Mit der nun gebildeten Seniorenkommission mit dem Bürgermeister als Vorsitzendem sollen der Austausch besser und die Antrags- und Mitwirkungsrechte gestärkt werden.
  • Mehr Service für die Bürger: Mit dem Bürgerbüro konnte ich 2016 den Anstoß für eine Modernisierung der Gemeindeverwaltung geben. Vieles muss folgen. Früher ging man „auf die Gemeinde“ und wartete vor verschlossener Tür auf den Ruf „Der Nächste bitte“. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Moderne Kommunikationswege zwingen die Verwaltung zum Überdenken alter Strukturen. So erhält die Gemeinde pro Tag circa 200 Mails. Wir müssen die Servicequalität der sich schnell wandelnden Kommunikation anpassen und hierfür notwendige IT-Systeme einsetzen.
  • Saubere und sichere Gemeinde: Die Identifikation mit Egelsbach steigt, wenn man sich wohl und sicher fühlt und es „ordentlich“ im Ort ist. In den vergangenen Jahren konnten wir wegen fehlender Ressourcen diesem Anspruch leider nicht immer und überall gerecht werden. Da die Beschwerden über Müll und Verwahrlosung den Großteil darstellen, will ich die Prioritäten für Reinigungs- und Pflegeleistungen kommunaler Flächen neu ordnen und die Ressourcen bei der Gemeindevertretung beantragen. Die 2018 anstehende Aufstockung der Ordnungspolizei trägt dem Wunsch nach mehr Sicherheit Rechnung.
  • Beste Köpfe für Egelsbach: Die Verwaltung steht vor großen Herausforderungen. Die Anforderungen an die Qualifikation der Mitarbeiterschaft steigen, zudem wird in den nächsten Jahren eine Reihe von Mitarbeitern in den Ruhestand gehen. So müssen wir ein Personalentwicklungskonzept erarbeiten sowie die Ausbildungsaktivitäten wieder aufnehmen.
  • Neuer Vertrag mit der SGE: Die Pflege und der Unterhalt von Flächen und Gebäuden sind arbeits- und kostenintensiv. Der seit über 50 Jahren bestehende Vertrag muss auf zeitgemäße Füße gestellt werden. Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten müssen klar geregelt werden. Gemeinde und SGE bleiben auch weiterhin zuverlässige und unverzichtbare Partner.

Themenseite zur Bürgermeisterwahl in Egelsbach

  • Sozialer Wohnungsbau: Wie gelingt es uns, Wohnraum für jene zu schaffen, die die aktuellen Tarife nicht mehr zahlen können? Eine kommunale Baugesellschaft ist aus meiner Sicht der richtige Weg. Aber wir werden weiterhin auch auf Bauten Privater angewiesen bleiben. Die im Herbst vorgestellte Parkdeckbebauung lehne ich ab.
  • Sanierungskonzept für kommunale Liegenschaften: Zahlreiche Gebäude sind nicht auf dem aktuellen Ausstattungsstand. Ein Instandhaltungsmanagement gab es seit Jahrzehnten nicht. Der Aufbau eines solchen erfolgte in den letzten Jahren. Der Haushalt 2018 sieht erstmals seit vielen Jahren Investitionen in Gebäude vor. Der Gemeindevertretung möchte ich mit dem Haushalt ein über zehn Jahre laufendes Sanierungsprogramm vorlegen.

Bürgermeister und Landräte aus der Region

  • Zu guter Letzt: Seit meinem Amtsantritt 2012 habe ich circa 300 Bürgergespräche im Rathaus geführt. Unzählige weitere beim Bäcker oder an der Tankstelle. Ich weiß also, wo Sie, liebe Egelsbacher, der berühmte „Schuh drückt“. Manchmal konnte ich den Bitten und Wünschen unbürokratisch und auf dem „kleinen Dienstweg“ nachkommen und rasch Verbesserungen organisieren. Aber häufig musste ich auch sagen „Tut mir sehr leid, ich bin nicht befugt, hier zu entscheiden oder nicht zuständig.“ Warum erwähne ich das? Weil auch ich erkennen musste, dass der Bürgermeister einer hessischen Kommune eben nicht für alles und jedes zuständig geschweige denn verantwortlich ist. Er kann oftmals vermitteln, fördern und Verbindungen herstellen. Und dies habe ich bisher gerne getan und werde es auch weiterhin tun. In Kenntnis dieser Tatsache hüte ich mich vor Versprechungen und Allgemeinplätzen.

Ich bitte um Ihre Stimme am 18. Februar und danke für Ihr Vertrauen. www.sieling2018.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare