Wo findet die Jugendarbeit 2015 statt?

Egelsbach - Wie geht es weiter mit der Jugendarbeit in Egelsbach angesichts der Planungen, in denen das Eigenheim als Veranstaltungsstätte keine Rolle mehr spielt und alles auf die temporäre Schließung des Bürgerhauses für Umbauzwecke hinausläuft? Wo findet Jugendarbeit im Jahr 2015 statt? Von Holger Borchard

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Solche Überlegungen treiben Besucher des Jugendzentrums und Mitarbeiter des Vereins für Jugendsozialarbeit und Jugendkulturförderung schon seit Längerem um. Ihr Vorschlag in Richtung Rathaus: Überlasst uns, den Vereinen und den Bürgern dieser Gemeinde das Eigenheim als Haus für alle Generationen. Die Jugend ist bereit, ihren Beitrag zu leisten, um das möglich zu machen.“ Damit zielt der Verein auf technische und brandschutztechnische Verbesserungen am Eigenheim ab. Diese könnten zumindest den Status als Versammlungsstätte sichern, wenn schon der Status „Veranstaltungsstätte“ futsch ist, so die Überlegung.

Uwe Herzog, Geschäftsführer des Jugendvereins, spricht von enormer Bereitschaft der Jugend, sich handwerklich für den Erhalt des Eigenheims zu engagieren. „Wir haben Auszubildende verschiedenster Fachrichtungen am Start – vom Elektriker bis zum Installateur und so weiter“, zählt er auf. Und: „Manpower ist immer ein Schlüssel, wenn es am Geld hapert – wir haben’s gerade bei der Juz-Sanierung erlebt.“

Käufer auf der Matte

Nicht nachvollziehen können Herzog & Co. den „Popanz an Mängeln und Auflagen, der da aufgebaut wird“. „Das hat Methode“, konstatiert Herzog und nennt ein Beispiel: „Die angeblich so untauglichen Kühlaggregate der Gaststätte haben wir beim It’s-Alive-Festival ruck, zuck zum Laufen gebracht.“

Herzog fürchtet, dass hinter den Kulissen längst ein Käufer des Eigenheims auf der Matte steht. Er warnt vor allseits „bösem Erwachen“, sobald auch das Bürgerhaus aus Umbaugründen vor der Schließung stehen wird. „Wir haben schon mit den Tanzsportlern oder den Geflügelzüchtern gesprochen, aber allen geht das Problembewusstsein irgendwie ab“, konstatiert der „Berufsjugendliche“. In Richtung Rathaus schickt er schon mal die (noch) leise Drohung: „An den Rand des Orts abschieben lassen werden wir uns nicht!“

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