25 Jahre Jugendfeuerwehr Egelsbach

Starke Truppe freut sich über Neuzugänge

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Das knappe Dutzend Kinder und Jugendliche auf unserem Bild trägt mit Stolz die Uniform der Jugendfeuerwehr Egelsbach. 21 Neun- bis 16-Jährige treffen sich mittwochs unter Regie von Jugendwart Uwe Menzel und Stellvertreter Marc Dressendörfer zur theoretischen und praktischen Ausbildung im Feuerwehrhaus.

Egelsbach - Jeden Mittwoch um 18 Uhr wird am Egelsbacher Feuerwehrhaus der „Jugendstil“ ausgerufen. Sofern nicht gerade Ferien sind, trifft sich die Jugendfeuerwehr zur theoretischen und praktischen Ausbildung in der Frankfurter Straße. Von Holger Borchard

Aktuell zählt sie 21 Mitglieder im Alter von neun bis 16 Jahren, darunter vier Mädchen. Unter Regie von Jugendfeuerwehrwart Uwe Menzel (seit Januar 2000 im Amt) und dessen Stellvertreter Marc Dressendörfer sowie von insgesamt acht weiteren Ausbildern beziehungsweise Betreuern werden sie schwerpunktmäßig auf spätere Aufgaben in der Einsatzabteilung vorbereitet. Dass bei allen Aktivitäten der Spaß nicht zu kurz kommt, versteht sich von selbst. Sein Können beweist der Nachwuchs regelmäßig bei Übungen – bei Veranstaltungen wie dem Tag der offenen Tür immer wieder auch vor stattlicher Zuschauerkulisse. Und speziell in diesem Jahr gab es allerhand zu feiern, hat die Jugendfeuerwehr doch hat ein rundes Jubiläum: Sie ist stolze 25 Jahre alt.

Den Reigen der Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr beschloss jüngst die akademische Feier mit prominenten Gratulanten. Bei der zeigte der Nachwuchs unter anderem selbst gedrehte Vorstellungs-Videos und den Sketch „Ein ganz normaler Übungsabend“, der Jugendwart, Stellvertreter und den fürs große Ganze verantwortlichen Gemeindebrandinspektor Peter Meißner auf den Roller nimmt. Und natürlich berichtete die Jugendabteilung den Gästen auch aus ihrer Geschichte.

Etliche Abgänge absehbar

Ende 1986 schreckte die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr der Umstand auf, dass im Laufe des ganzen Jahres nur ein Mitglied neu hinzugekommen war. Obendrein war der Altersdurchschnitt der Einsatzabteilung sehr hoch und etliche Abgänge zur Alters- und Ehrenabteilung waren absehbar. Wie also die Lücken füllen? Die Antwort: Gründung einer Jugendfeuerwehr, um das Nachwuchsproblem zu lösen.

Die Idee wurde Anfang 1987 in die Tat umgesetzt – ein an der Schule verteilter Handzettel sollte für den ersten Nachwuchsschub sorgen. Bei der Premieren-Versammlung im Februar 1987 waren 19 Gründungsmitglieder anwesend. Nur zwei Monate später mischten sie bei einer Großübung in Offenthal erstmals einsatztechnisch mit. Auch die erstmalige Präsentation im Rahmen des Tags der offenen Tür war noch im gleichen Jahr fällig.

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Heiter bis hitzig

Die Teilnahme an den Veranstaltungen der Kreisjugendfeuerwehr – allen voran deren jährliche Aktionstage – ist seither fester Bestandteil des Jahresprogramms. Im Januar 1989 wurde der wöchentliche Übungsabend auf Mittwoch gelegt – daran hat sich bis heute nichts geändert. 1990 machten die Egelsbacher erstmals als Ausrichter des Kreisjugendfeuerwehrtags auf sich aufmerksam. Zudem engagierte sich die Jugendfeuerwehr im Dienst der örtlichen Abfallwirtschaft. So sammelten Mitglieder im Auftrag von Gemeinde und Firma Knöß & Anthes zwischen Mai 1989 und Dezember ’92 rund 448 Tonnen Altpapier im Ort ein.

Das Jahr 1992 wurde erstmals gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Langen eröffnet – mit einer Übung am Flugplatz. Ein Jahr später stellte man das erste Zeltlager auf die Beine – in den Wingerten, östlich der Ex-B 3. Der erste Berufsfeuerwehr-Tag wurde im Mai 2001 von den Betreuern für die Jugendlichen ausgerichtet. „Ziel war es, das Leben eines Berufsfeuerwehrmanns über 24 Stunden nachzuspielen“, erzählt Uwe Menzel. „Diese Veranstaltung ist zum jährlichen Highlight geworden.“

Der Zusammenhalt macht den Spaß aus

Noch gar nicht so lange her ist der letzte Kreisjugendfeuerwehrtag in Egelsbach. Er ging 2010 über die Bühne – und an die Vorbereitungen für das Großereignis hat die Abteilung böse Erinnerungen. Am Vorabend fegte ein Sturm durch die Gemeinde und verwüstete das aufgebaute Zeltdorf schwer. „Damals haben alle mit angepackt und die Nacht hindurch geschafft, sodass die Veranstaltung wie geplant stattfinden konnte“, erinnert sich der Jugendwart.

Die höchste Auszeichnung, die ein junges Feuerwehrmitglied anstreben kann, ist die Leistungsspange. Und die haben Egelsbacher Aspiranten bislang bei ihren Prüfungsterminen noch immer erhalten. Trotzdem gilt: „Trockene Theorie, Fachbücher und Ausbildung am Gerät sind das eine, Spaß an der Sache und Zusammenhalt das andere“, betonen Menzel und Meißner. So werden auch 2013 – und hoffentlich auch in den nächsten 25 Jahren – jede Menge zusätzliche Unternehmungen das Heranwachsen weiterer Feuerwehrleute-Generation bereichern.

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