Gemeinsamer Appell

Kommunalwahl in Egelsbach: Fraktionsvorsitzende werben für Briefwahl

Briefwahl (Symbolbild)
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In einem gemeinsamen Appell werben die fünf Egelsbacher Parteien und Gruppierungen für die Briefwahl. (Symbolbild)

Bemerkenswerte Aktion vor der Kommunalwahl in Egelsbach: Die fünf Fraktionsvorsitzenden rufen gemeinsam dazu auf, am 14. März per Brief abzustimmen.

Egelsbach – Vier Parteien und eine Wahlgemeinschaft konkurrieren am 14. März um die 31 Sitze in der Egelsbacher Gemeindevertretung. Normalerweise ist die Zeit so kurz vor der Wahl geprägt vom Wettbewerb um die Gunst der Wählerschaft. Da werden eher Differenzen als Gemeinsamkeiten hervorgehoben. Umso bemerkenswerter ist deshalb eine Aktion aller zur Wahl antretenden Listen: Gemeinsam rufen sie die Egelsbacher Bürgerinnen und Bürger dazu auf, ihre Stimme diesmal per Briefwahl abzugeben.

Sascha Wurm, Spitzenkandidat der CDU, begründet diesen ungewöhnlichen Schritt: „Es sind besondere Zeiten. Eine Kommunalwahl mitten in einer Pandemie durchzuführen, ist für uns Kommunalpolitiker und Kommunalpolitikerinnen, wie auch für die Wahlbehörde und alle ehrenamtlich tätigen Wahlhelfer und Wahlhelferinnen eine enorme Herausforderung.“ Ein solches Ereignis könne „unter diesen Umständen schnell zum Superspreader-Event werden“, pflichtet Harald Eßer bei, der die Liste der Grünen anführt. „Das wollen wir unbedingt verhindern.“ Daniel Görich, Spitzenkandidat der SPD, ergänzt: „Wahlen sind der Kern unseres gesamten demokratischen Systems. Deswegen ist es uns allen wichtig, dass die Wahl so gut wie möglich und ohne Angst vor Ansteckung durchgeführt werden kann.“

Auch Axel Vogt, auf dem ersten Platz der FDP-Liste zu finden, unterstützt den gemeinsamen Appell: „Die sicherste und bequemste Art zu wählen, gerade in der aktuellen Situation, ist die Briefwahl.“ Und Manfred Müller, Spitzenkandidat der Wahlgemeinschaft Egelsbach (WGE), stimmt zu: „Die hessische Besonderheit des Kumulierens und Panaschierens macht den Wahlvorgang bei der Kommunalwahl noch einmal komplexer. Deshalb empfehlen wir gemeinsam, die Wahlentscheidung in Ruhe und Sicherheit am eigenen Wohnzimmertisch zu erledigen.“

Gemeinsam ruft die Egelsbacher Kommunalpolitik deshalb alle Bürger dazu auf, sich frühzeitig die Briefwahlunterlagen zuschicken zu lassen und von zu Hause aus zu wählen. Dies reduziere auch das Risiko für die ehrenamtlich tätigen Wahlhelfer. Die Unterlagen lassen sich auf egelsbach.de unter dem Menüpunkt „Wahlen“ bestellen. Man bekommt sie per Post zugeschickt und kann sie unfrankiert zurücksenden. Außerdem können die Wahlunterlagen mit der Wahlbenachrichtigung im Bürgerbüro oder am Rathaus-Empfang abgeholt werden. Wer sich selbst nicht in der Lage sieht, die Stimmzettel abzuholen, kann dazu auch eine andere Person bevollmächtigen. (msc)

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