Eigenwillige Idee

„Das geht gar nicht“: Anwohner malt eigenes Parkverbot auf die Straße

Anwohner markiert die Fläche vor seinem Grundstück als Halteverbot.
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Um parkende Autos fernzuhalten, griff ein Anwohner kurzerhand selbst zum Pinsel und markierte die Straße vor seinem Grundstück.

Ein Anwohner in Egelsbach greift zum Pinsel und verziert die Straße vor seinem Haus mit einem Parkverbot. Jetzt muss er mit einer saftigen Strafe rechnen.

Egelsbach – Über Nacht war sie plötzlich da, die neue Parkverbotsfläche in der Geschwindstraße. Das Merkwürdige: Niemand aus der Nachbarschaft hatte zuvor mitbekommen, dass eine Fachfirma die Arbeiten vor dem betreffenden Grundstück ausführte. Warum? Weil diese weder von Hessenmobil noch von der Gemeinde beauftragt wurden. Sondern, wie unserer Zeitung eine aufmerksame Leserin berichtet, von einem Anwohner des Grundstückes selbst – heimlich, still und leise in den Abendstunden.

„Das ist eine öffentliche Straße, das geht gar nicht“, echauffiert sie sich über den Nachbarn, der bekannt dafür sei, „dass er nicht möchte, dass vor seinem Haus geparkt wird.“

Mittlerweile ist auch die Gemeinde Egelsbach über den Vorfall informiert und bereits aktiv geworden. Der Eigentümer des Grundstückes habe sein Handeln mit der problematischen Parksituation und dem engen Gehweg erklärt, berichtet Bürgermeister Tobias Wilbrand.

Beseitigung teuer: Ärger mit selbstgemaltem Parkverbot in Egelsbach (Kreis Offenbach)

Die Ordnungspolizei habe nach Begutachtung der Situation vor Ort den Eigentümer darauf hingewiesen, „dass nicht jeder eine Fahrbahnmarkierung vornehmen kann, wie er will.“ Mit der Entfernung des falschen Parkverbots werde Wilbrand zufolge voraussichtlich eine Fachfirma beauftragt, „damit das auch wirklich nachhaltig weg ist“, so der Bürgermeister.

Schließlich sei es mit dem einfachen Überpinseln oder dem Einsatz von Lösungsmitteln in diesem Fall nicht getan. Vielmehr müsste ein Stück der Fahrbahn weggefräst werden, um die Markierung auch wirklich vom Asphalt zu bekommen. Die anfallenden Kosten sollen anschließend dem Verursacher in Rechnung gestellt werden.

Für Wilbrand stellt dieser Fall ein Novum dar. „In den drei Jahren, in denen ich jetzt hier bin, habe ich noch nicht erlebt, dass jemand einfach privat solch eine Markierung vornimmt.“ (Joel Schmidt)

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