Die eisige Fratze gut überstanden

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Bei Blitzeis kann der Winterdienst nicht überall sein. So kam es am Dienstagmorgen zu Klagen, die Egelsbacher Straße – immerhin auch derzeit von radelnden Schülern genutzter Schulweg – sei noch nicht präpariert. Stadt-Pressesprecher Roland Sorger erinnert, dass die kommunalen Beschäftigten Dauer- und Sonderschichten schieben und bittet um entsprechende Vorsicht.  

Langen / Egelsbach - Der Winter hat zum Wochenbeginn seine eisige Fratze gezeigt, doch die Unfallbilanz fällt abgesehen von einer größeren Kollision erfreulich aus. Von Holger Borchard

In den nächsten Tagen sollte man aber vor allem im Wald die Augen aufhalten oder, besser noch, diesen wegen Eisbruchgefahr meiden.

Eisregen am Sonntag und Montag, Blitzeis am Dienstag. Der gestrige Mittwoch war, was die Verhältnisse auf Straßen und Bürgersteigen angeht, der erste halbwegs normale Wintertag der Woche. Das Fazit zum Thema Winterdienst – egal, ob mehrmals täglicher Einsatz privater Hauseigentümer oder der Dauereinsatz in Früh- und Sonderschichten der Mitarbeiter im öffentlichen Dienst (einschließlich Müllabfuhr) – fällt positiv aus. Die „Winterdisziplin“ hinter dem Steuer scheint ebenfalls ordentlich gewesen zu sein, und bei den Stadtwerken freut man sich derweil über den mehr oder minder planmäßig gelaufenen Busverkehr.

Blitzeis am frühen Morgen

Kleinere Irritationen und zwischenzeitlich erhöhtes Gefährdungspotenzial verursachte indes das Blitzeis am frühen Dienstag. So beschwerten sich etwa Langener Leser in der Redaktion, dass morgens gegen 9 Uhr die Egelsbacher Straße oder andersherum von Egelsbach kommend, der Langener Weg noch nicht gestreut, beziehungsweise vom Eis befreit sei. „Immerhin handelt es sich um einen Schulweg, auf dem auch um diese Jahreszeit Schüler mit dem Fahrrad unterwegs sind“, so der Verweis der Beschwerdeführer.

„Der Dienstag war ein Ausnahmefall, weil das Eis so überraschend kam, deshalb heißt es ja auch Blitzeis“, beantwortet Roland Sorger, Pressesprecher der Stadt Langen die weitergeleitete Beschwerde. „Da sind die Mitarbeiter der Kommunalen Betriebe sofort zu einer weiteren Runde raus, aber bis alles abgearbeitet ist, dauert es halt seine Zeit.“ Prinzipiell sei der Hinweis jedoch absolut berechtigt. „Das ist ein befestigter und als Schulweg ausgewiesener Weg, der folglich im Reinigungsplan steht“, betont Sorger. Anders verhalte es sich mit dem Radweg entlang der Bahnlinie, der im Sommer ebenfalls von Schülern genutzt wird. „Das ist ein unbefestigter Weg, der obendrein durch Naturschutzgebiet führt. Dort passiert nichts – die Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr.“

Winter-Schnappschüsse unserer Leser

Winter-Schnappschüsse

Das Forstamt warnt derweil die Bürger, aufgrund von Schneefall und Vereisung lieber auf den Winterspaziergang im Wald zu verzichten. „Durch das anhaftende Eis und die wieder einsetzenden Schneefälle befinden sich derzeit tonnenschwere Lasten auf den Bäumen“, teilen die Forstfachleute mit. Unter Spannung stehende Bäume, die plötzlich umstürzen oder abbrechen können, stellten somit eine nicht unerhebliche Gefahr für Waldbesucher dar, so das Forstamt. Die Warnung gelte definitiv für die kommenden Tage.

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