Gemeindevertretung ebnet Weg

Ortskernverschönerung: Laube, Track und Bolzplatz genehmigt

Egelsbach - Es war eine vergleichsweise kurze Sitzung der Gemeindevertretung am Vorabend des Feiertags. Von Holger Borchard

Die überschaubare Tagesordnung führte gleichwohl zu einigen Weichenstellungen bei Bauvorhaben sowie zur moderaten Erhöhung der Gebühren und Honorare für die Musik- und Volkshochschule. Die wichtigsten Entscheidungen im Überblick:

  • Das Dorf kriegt seine Laube: Die Umgestaltung des Ortskerns rund um Kirchplatz und Arresthaus (Bericht in der Mittwochsausgabe) wird in der vom Gemeindevorstand vorgeschlagenen Lauben-Variante umgesetzt. Los gehen soll es im Herbst – im Baubudget von rund 70.000 Euro enthalten sind unter anderem die Sanierung der Schotterfläche am südlichen Ende des Kirchplatzes, neu zu pflanzende Bäume, das Anbringen einer Pergola (für das erwünschte Lauben-Ambiente), Sitzgelegenheiten, Fahrradständer und eine neue Beleuchtung.
  • Die Egelsbacher Jugend bekommt einen Bolzplatz sowie einen sogenannten Pumptrack für Biker – wie geplant wird beides auf dem Bauhofgrundstück zwischen Rathaus und Kreisstraße 168 umgesetzt.
  • Die Gemeinde tritt der Hessenkasse bei, sprich: Das Angebot des Landes zur Kassenkreditentschuldung wird angenommen. Das Land löst 13,7 Millionen Euro ab; die Gemeinde verpflichtet sich zur 24-jährigen Tilgung mit einem Satz von 25 Euro je Einwohner (rund 290.000 Euro per anno).
  • Für die Volkshochschule und die Vhs-Musikschule tritt zum 1. September eine neue Gebühren- und Honorarordnung in Kraft. Diese sieht eine Erhöhung der Vhs-Gebühren um zwei Prozent in diesem Jahr sowie in 2020, beziehungsweise die Erhöhung der Musikschulgebühren um zehn Prozent in diesem Jahr und weitere zwei Prozent anno 2020 vor. Analog werden die Vhs-Honorare zweimal um zwei Prozent erhöht und die Musikschul-Honorare zum September um drei bis fünf Prozent und 2020 noch mal um drei Prozent.

Bilder: Bürgermeisterwahl in Egelsbach

Kritische Anmerkungen zu den letztlich beschlossenen Bauvorhaben zielten bei Bolzplatz/Pumptrack auf die von anfangs 30.000 auf inzwischen fast 85.000 Euro gestiegenen Kosten sowie bei der Ortsmitte auf eine Bürgerbeteiligung ab. So hatte Herbert Kühnel (Grüne) in Alleingang einen Änderungsantrag zur Ortskerngestaltung formuliert. Ziel: dem Projekt eine Bürgerbefragung (Anwohner und Gewerbetreibende) vorschalten. Für dieses Vorgehen votierten jedoch nur vier Parlamentarier, 21 lehnten dies ab.

Rubriklistenbild: © hob (Repro)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.