Leuschner-Schüler widmen sich den nachwachsenden Rohstoffen

Nicht jeder Vorrat ist unendlich

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Rohstoffkunde ganz praktisch – Kittelträger unter sich: An der Färbestation konnten die Zweitklässler mit minimalem Aufwand Farbe aus Pflanzen herstellen.

Egelsbach - Besonderen Besuch hatten jüngst die Zweitklässler der Wilhelm-Leuschner-Schule: Die „Nawaros-Tour“ legte einen Stopp an der Egelsbacher Grundschule ein, um ein besonderes Thema auf den Stundenplan zu bringen: nachwachsende Rohstoffe. Von Holger Borchard 

Für die Kinder der Klassen 2a, 2e und 2f und ihre Lehrkräfte Christine Becker, Dennis Kiok und Christina Huth-Erbe steht ein ganzer Vormittag im Zeichen einer Reise durch die Welt der Rohstoffe. Genau gesagt, geht es um die nachwachsenden Rohstoffe –„eine Begrifflichkeit, unter der sich Schüler wie ihr zunächst einmal wenig vorstellen können“, weiß Isabelle Herzog vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, die den ungewöhnlichen Unterricht hält.

„Die fossilen Rohstoffe sind endlich, ihr Vorrat wird irgendwann zu Ende sein“, verdeutlicht Herzog den Schulklassen. „Von daher ist es umso wichtiger, zu verstehen, wie reichhaltig und facettenreich die Welt der nachwachsenden Rohstoffe ist.“ Die „Nawaros-Tour“ ist ein mobiles Bildungsangebot für hessische Schulen, entstanden im Rahmen der Hessischen Bildungsinitiative Nachhaltigkeit. Neben Theorie bietet die Tour Praxis: In Workshops geht es um Pflanzen wie Raps und Leinsaat, aus denen die Schüler Öl gewinnen. Sie stellen Leim aus Kartoffelmehl und Wasser her, sind erstaunt, wie leicht aus Spinat oder Brennnesseln grüne Farbe hergestellt werden kann und so weiter. Fazit: „Viel gelernt, viele Denkanstöße mitgenommen.“

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