Einsatzkräfte aus Egelsbach und Langen müssen auch löschen

Lagerhallenbrand und Unwettereinsätze halten Feuerwehren auf Trab

Brennende Lagerhalle: Viereinhalb Stunden dauerte der morgendliche Einsatz.
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Brennende Lagerhalle: Viereinhalb Stunden dauerte der morgendliche Einsatz.

Die Freiwilligen Feuerwehren in Egelsbach und Langen hatten seit dem Dienstagnachmittag tüchtig zu tun: Sie werden nicht nur zu mehreren Unwettereinsätzen gerufen, sondern müssen auch noch Brände löschen.

Langen/Egelsbach – Die Feuerwehr Egelsbach wird am frühen Mittwochmorgen um 5.30 Uhr zu einem Brandeinsatz mit der Meldung „Menschenleben in Gefahr“ alarmiert. Auf der Trift fanden die Retter ein Feuer in einer Lagerhalle vor, das starken Rauch verursacht. „Im angebauten Wohngebäude befanden sich noch zwei Personen, die nicht mehr selbstständig das Haus verlassen könnten, wie man uns gemeldet hatte“, berichtet Gemeindebrandinspektor Christian Klöppel. Die Feuerwehr verschafft sich daraufhin gewaltsam Zutritt zum bereits stark verrauchten Gebäude. „Glücklicherweise war niemand mehr in der Wohnung“, sagt Klöppel. Die Bewohner hatten sich doch bereits selbstständig ins Freie gerettet.

Daraufhin löschen die Einsatzkräfte die brennenden Paletten und andere Gegenstände in der Lagerfalle. Sie müssen das Übergreifen der Flammen auf eine zweite, direkt angeschlossene Lagerhalle und die benachbarte Wohnbebauung verhindern.

Bis 10 Uhr sind 80 Mitglieder der Feuerwehr Egelsbach unterstützt von den Kollegen aus Langen und Erzhausen im Einsatz. Die Feuerwehr Dreieich steht an der Egelsbacher Wache bereit, um zu weiteren Einsätzen ausrücken zu können. Einen verletzten Feuerwehrmann haben die Egelsbacher zu beklagen – „aber eigentlich nicht durch das Einsatzgeschehen“, beruhigt Klöppel. Er wird wegen eines starken Hexenschusses ins Krankenhaus gebracht.

Rewe-Center Egelsbach musste wegen Wasserlachen schließen

Wegen des Unwetters müssen die Egelsbacher am Dienstagabend zu rund 25 Einsätzen ausrücken. Stark betroffen ist das Rewe-Center, das schließlich wegen des Wassereinbruchs vorzeitig schließen muss. Auch weitere Gewerbebetriebe am Kurt-Schumacher-Ring sind betroffen und die Feuerwehrleute müssen diverse vollgelaufene Keller von Wohnhäusern abpumpen. Bis etwa 21.30 Uhr und noch vereinzelt gestern Morgen sind die Egelsbacher im gesamten Ortsgebiet im Einsatz.

Auch die Feuerwehr Langen hat seit Dienstagmittag kaum Zeit zum Durchatmen: Nach einem Garagenbrand in der Elisabethenstraße, den die Einsatzkräfte aber zügig löschen können, beginnt auch schon der Unwettereinsatz-Marathon. Gut 60 Alarmierungen zählt Stadtbrandinspektor Frank Stöcker bis gestern Mittag. „Wir wurden hauptsächlich zu vollgelaufenen Kellern und Tiefgaragen und umgestürzte Bäume gerufen“, sagt Stöcker. Auch in der Asklepios Klinik habe teilweise großflächig das Wasser gestanden. „Ansonsten der übliche Wahnsinn“, so der Stadtbrandinspektor. Die Einsatzkräfte sind bis in die Nacht beschäftigt – und dass obwohl einige von ihnen selbst vollgelaufene Keller im eigenen Zuhause haben. Unterstützung gibt es von der Feuerwehr Mainhausen.

Auf den Lagerhallenbrand in Egelsbach folgt dann noch ein kleinerer Brandeinsatz in der Wallstraße. „Dort ist ein Schnuller beim Auskochen auf dem Herd angebrannt“, sagt Stöcker. Das Feuer ist aber schnell gelöscht, die Einsatzkräfte lüften anschließend die Wohnung. Nach weiteren Unwetter-Notrufen, unter anderem in der HansKreiling-Allee und Frankfurter Straße, wird die Langener Wehr dann noch zu einem „Gasaustritt“ auf dem Oberen Steinberg alarmiert. Dort gibt es aber keine Tätigkeit für die Feuerwehr, die Stadtwerke nehmen sich des Falls an.

Von Julia Radgen

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