SG Egelsbach Blasorchester

Mission: Emotionen wecken

+
Gut gelaunte Musiker – gut gelaunter Dirigent: Markus Petri (links) leitet das SGE-Blasorchester seit fast vier Jahren an. Die Chemie in der Truppe stimmt

Egelsbach - Zu vielen festlichen Anlässen sind die SGE- Blasmusikanten in Egelsbach zu hören – bei Fastnacht, Kerb, Wald- und Weinfest steht die traditionelle Blasmusik im Vordergrund.

Dass das Orchester auch vor anspruchsvollen Konzertmelodien nicht zurückschreckt, beweist das Ensemble am Samstag, 24. Januar, in der evangelischen Kirche. Dort steigt um 19. 30 Uhr das nunmehr vierte Neujahrskonzert des SGE-Blasorchesters.

Kenner wissen bereits, dass der Abend einen konzertanten Reigen verspricht. Die rund 30 Musiker haben ein fast komplett neues Programm einstudiert; insbesondere Freunde von John Miles, Filmmelodien, Musicals und traditioneller Blasmusik werden auf ihre Kosten kommen. Der Eintritt ist frei, Spenden jedoch willkommen. Im Anschluss laden die Musikanten zu einem kleinen Empfang in das Gemeindehaus ein.

Garant für die stets erfolgreichen Neujahrskonzerte ist Markus Petri, der die Egelsbacher Bläser im vierten Jahr als Dirigent anleitet. Als er im Spätsommer 2011 den Taktstock übernahm, schaffte er es innerhalb weniger Monate, zusammen mit den Musikern das erste Neujahrskonzert aus der Taufe zu heben. „Die Truppe hatte Potenzial“, blickt Petri zurück. „Besonders die Holzbläser forderte ich seinerzeit mit dem ambitionierten Programm – sie nahmen die Herausforderung an und meisterten auch die schwierigen Passagen prima.“ Grundsätzlich, ruft der Dirigent in Erinnerung, dürfe nicht vergessen werden, dass die Anberaumung eines Konzerts für ein Amateurorchester einen Kraftakt bedeute: „Die Proben finden in der Freizeit statt, teils neben kräftezehrenden Berufen – da gleicht die Vorbereitungsphase auch mal einer Berg- und Talfahrt.“ Wichtig sei, rechtzeitig vor dem Auftritt die nötige Sicherheit zu gewinnen. Das gelingt fast immer. „Was mir besonders gut in Egelsbach gefällt“, fährt Petri fort, „ist die seltene Mischung aus einem angenehmen Miteinander mit viel Spaß auf der einen, aber auch ernsthafter Probenarbeit auf der anderen Seite.“ Eine entspannte Arbeitsatmosphäre ist nach seinen Worten die halbe Miete. „Die ein oder andere Anekdote aus meiner Musiker-Erfahrung steuere ich gerne bei“, plaudert der SGE-Dirigent. „Allerdings setze ich auch ambitionierte Ziele, um das Orchester weiterzuentwickeln.“

So wirkt Musik auf unseren Körper

So wirkt Musik auf unseren Körper

Details zum Programm des Neujahrskonzerts gibt Markus Petri zwar noch nicht preis, verspricht aber, dass sich das Publikum auf einen spannenden Abend einstellen kann. Die Musikrichtungen könnten dabei durchaus auseinandergehen – „oberste Priorität hat es, bei den Zuhörern jene Emotionen auszulösen, die sich der Komponist vorgenommen hat.“ Basis dafür sei natürlich die handwerkliche saubere Umsetzung der Noten. Die Kunst ist es nach seiner Erfahrung jedoch, darüber hinaus den Charakter des Stückes herauszuarbeiten. Markus Petri selbst engagiert sich neben seinem Dirigenten-Dasein auch als Klarinettist bei den „Original Egelsbacher Dorfmusikanten“. Zu seinen persönlichen Favoriten gehören böhmische Melodien mit anspruchsvollen Klarinetten-Passagen. Aber Musik in Schubladen zu stecken ist nicht seine Sache – „Hauptsache sie ist authentisch und nicht verkünstelt.“

cor

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare