Mucki-Alex ist der Wettkönig

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Der Thomas schäkert mit dem Publikum, der Mark und der Jürgen ziehen sich ’nen Ebbler rein. Die letzte große TV-Show zu Gast bei der Elschbächer Kerbgemeinschaft – wetten, dass da kein Auge trocken bleibt …

Egelsbach ‐ Die große Show „Wetten, dass…?“ zu Gast in Egelsbach – die Kerb macht’s möglich. Dichtes Gedränge herrscht am Sonntagabend im Eigenheim... Von Jenny Bieniek

Die Kerbgemeinschaft hat schließlich weder Kosten noch Mühen gescheut, damit sich Prominente aus aller Welt auf Thomas Gottschalks Couch ein Stelldichein geben und der halbe Ort bei spektakulären Wetten kopfsteht. Angekündigt sind etwa Frauenschwarm Robbie Williams oder Goldkehlchen Lena Meyer-Landrut.

Nach dem Einmarsch des aktuellen Kerbborsch-Jahrgangs, der nur knapp einem Angriff durch eine herunterkommende Lampenverkleidung entgeht, begrüßt Alexander Höhme alias Moderator Gottschalk blond gelockt, stilecht in farblich gewagtem Jackett sowie mit gut abgeschauter Gestik und typisch gottschalk’scher Silbendehnung die „Zuschauer daheim in Deutschland, Österreich und der Schweiz“.

Wenig bühnentaugliche Gemüse-Wette

Nach Bekanntgabe der Saalwette – „Bringt uns zehn Erzhäuser, die mit Fahne ins Eigenheim einlaufen und dabei ,die Elschbächer Kerb is do’ singen“ – heißt er Mark van Bommel in Holzclogs und den heiseren Jürgen Klinsmann als Wettpaten willkommen.

Es folgen eine wenig bühnentaugliche Gemüse-Wette, obligatorische Mikrofonausfälle, die die Routiniers auf der Bühne jedoch schon lange nicht mehr aus dem Konzept bringen, kurzweilige Tanzeinlagen und: Florian Silbereisen. Der wird zum Vergnügen der Zuschauer fälschlicherweise als Robbie Williams anmoderiert und im Lauf des Gesprächs mit fast jedem anderen Volksmusik-Star verwechselt.

Fünf Pfläumchen aufnehmen und trinken

Der erste Wett-Höhepunkt steigt draußen, wo „eine Gruppe von Prolls in ihren Corvettes“ (Auto-Scootern) das Ballett Schwanensee neu aufführen und mit einem Wiener Walzer glänzen will. Tatsächlich bringen die Vehikel kurz darauf das Publikum mit diversen Scooter-Formationen und anmutigen Hebefiguren in Tutu-Weiß zum Grölen. Die EKG-Buchstaben hüpfen – Wette gewonnen.

Als nächste sorgt Grand-Prix-Siegerin Lena mit diversen Textaussetzern und Zeilen wie „Egelsbach, du bist die Perle vom Kreis Offenbach“ für Lacher. Dann steht die spannendste Wette an: „Alex E. aus E.“ wettet, im Handstand stehend fünf Pfläumchen aufnehmen und trinken – quasi einen Spezial-Liegestütz für Kerb-Könner hinlegen – zu können. Die „Ausziehen“ -Wünsche weiblicher Zuschauer erfüllt der muskulöse Turner gern und begeistert den Saal mit seiner Körperbeherrschung. „Mit der Wette kann man ja nur Wettkönig werden“, mutmaßt Höhme/Gottschalk – und soll recht behalten...

„2.500 Dinge, die ich an Dir hasse“

Die Schaltung zum „heute“-Journal mit Claus Kleber und Gundula Gause gerät etwas langatmig, punktet aber mit bissigen Schlagzeilen zu globalen wie lokalen Ereignissen. Diskutiert wird etwa die Kachelmann-Affäre parallel zur Egelsbacher „Bademeister-Affäre“, zudem wird ein neuer Blockbuster angekündigt: „2.500 Dinge, die ich an Dir hasse“ mit Bürgermeister Rudi Moritz und „Schoppepetzer“ Detlev Kraft in den Hauptrollen.

Beweisfotos nimmt die Redaktion gerne unter red.langen@op-online.de entgegen.

Nach der – überraschenderweise verlorenen – Wette, diverse Getränke den jeweiligen Wirtschaften zuzuordnen, performen die Drei Tenöre dank spezieller Apparatur in drastischer Schieflage. Bittere Pille für Gottschalk/Höhme: Die Saalwette geht zum Abschluss des Abends verloren – auf Erzhäuser war eben noch nie Verlass. Die Folge: Höhme verspricht, zum Frühschoppen am Montagmorgen im Prinzessin-Lillifee-Kostüm zu erscheinen...

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