Einhaltung der AHA-Regeln

Schüler positiv auf Corona getestet - Klasse in Quarantäne

Coronavirus - Test
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Ein Kind aus dem zweiten Jahrgang der Wilhelm-Leuschner-Schule in Egelsbach ist positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Allem Anschein nach habe das Virus nun auch Egelsbach erreicht, schreibt Bürgermeister Tobias Wilbrand in seinem jüngsten Corona-Update.

Egelsbach – „Nach Monaten weitgehender Ruhe haben wir nun in den vergangenen drei Wochen wiederholt Anfragen zur Kontaktnachverfolgung vom Kreis erhalten. Auch sind uns von den Betroffenen in dem einen oder anderen Fall positive Tests gemeldet worden“, so Wilbrand. Die größte Unruhe im Ort habe sicher verursacht, dass ein Kind aus dem zweiten Jahrgang der Wilhelm-Leuschner-Schule positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. „Doch das Gesundheitsamt hat schnell reagiert und die Klasse unter Quarantäne gestellt. Aufgrund des Hygiene-Konzepts der Schule und der Betreuung war nur die eine Klasse betroffen“, erklärt Wilbrand. Aber schon ab dem heutigen Dienstag dürfe die Klasse wieder am Unterricht teilnehmen, da die Quarantäne dann aufgehoben sei. Weitere Infektionen seien der Gemeinde nicht bekannt.

Coronainfektionen in Egelsbach: Zahlen werden nicht nach Kommunen aufgeschlüsselt

„Insgesamt bleibt auch für uns die Situation im Ort unübersichtlich, da keine offiziellen Zahlen aufgeschlüsselt auf Kommunen vorliegen“, erklärt Wilbrand. Die Zahlen werden nur für den Landkreis Offenbach gemeldet. Die Sieben-Tage-Indizenz liegt aktuell bei etwa 18 Personen auf 100 000 Einwohner, sie sei in den vergangenen Wochen aber auch schon an ein paar Tagen über den ersten Schwellenwert von 20 gestiegen. Doch das sei noch weit entfernt von den Städten Hanau und Offenbach, wo er zeitweise über 50 lag.

Bürgermeister von Egelsbach mahnt: „Weiter vorsichtig sein!“

Dass deutschlandweit von rund 240 000 seit Beginn der Pandemie positiv getesteten Personen 16 Prozent stationäre behandelt werden mussten und knapp vier Prozent sogar gestorben sind, zeige, dass das Virus bedrohlich sein kann. „Wir sollten weiter vorsichtig bleiben, aber aus meiner Sicht rechtfertigen die aktuellen Zahlen kein vollständiges Stilllegen ganzer Lebensbereiche mehr“, sagt der Egelsbacher Bürgermeister. „Wir werden uns in den nächsten Monaten und Jahren einfach auf eine neue Normalität einstellen müssen. Dabei werden wir uns an einige grundlegende Verhaltensweisen gewöhnen müssen“, so Wilbrand, Dazu zähle, den Kreis der Menschen, mit denen man regelmäßig Kontakt habe, möglichst klein zu halten und größere Menschenansammlungen zu vermeiden. Aber auch, sich möglichst mit anderen im Freien aufzuhalten, die Aha-Regeln einzuhalten und die Corona-App zu nutzen, um im Infektionsfall die Nachverfolgung der persönlichen Kontakte zu erleichtern.

Alle diese Informationen seien nicht neu. „Allerdings habe ich in den letzten Wochen den Eindruck gewonnen, dass sie nachlässiger umgesetzt wurden“, so Wilbrand. Zurzeit sei in der Region die Tendenz der Infektionen wieder leicht rückläufig. Der Anstieg durch Reiserückkehrer ebbe ab, der Schulalltag ist wieder in vollem Gange. „Wenn wir uns an die Regeln halten, sollte es möglich sein, die Zahlen soweit niedrig zu halten, dass auch in der Erkältungszeit nicht wieder ganze Bereiche des öffentlichen Lebens geschlossen werden müssen“, appelliert Wilbrand. (jrd)

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