Offene Türen auf dem Egelsbacher Birkenhof

Mittendrin im Bauernhof-Alltag

Wie viele Bienenflüge sind nötig, um ein Glas Honig zu sammeln? Nur eine von vielen spannenden Fragen rund um Natur und Landwirtschaft auf dem Birkenhof.

Egelsbach - Samstagnachmittag in Egelsbach – unzählige Kinder ziehen mit ihren Eltern und Großeltern durch Bayerseich in Richtung Feld und Büchenhöfe. Ihr gemeinsames Ziel: der Birkenhof. Von Marina Zimmer 

Unter den Besuchern ist auch Familie Palka, deren Tochter Emilia es kaum erwarten kann und ungeduldig neben den Eltern her hüpft. Sie freut sich ganz besonders auf den Stall mit all seinen Tieren und das Stroh, das am Birkenhof immer zu tollen Spielburgen arrangiert ist.
Es hat schon Tradition, dass die Landwirtsfamilie Eckert sämtliche Tore öffnet und zum beliebten Hoffest einlädt. Dieses Mal findet es recht spät im Jahr statt, zuletzt wurde es immer Ende Mai gefeiert, um die Eröffnung der Erdbeer-Saison einzuläuten. Ein weiteres Fest fand stets Anfang Oktober im Zeichen der Ernte statt. Beide Festtage hat Hofchefin Annika Eckert nun zusammengefasst. Statt für die Ernte zu danken, wozu es einfach noch viel zu früh ist, pilgert sie mit vielen Gästen auf die angrenzenden Felder und lädt zum Kartoffelernten ein.

„Der sehr trockene Sommer ist auch an uns nicht spurlos vorüber gegangen“, erzählt die 31-Jährige, die mittlerweile die Gesamtverantwortung für den Hof übernommen hat. Zwar habe man auch auf den Feldern des Birkenhofs viel gewässert, aber: „Alle Bemühungen haben bei Weitem nicht ausgereicht, um den Boden so weich zu halten, wie es regelmäßiger Regen getan hätte.“ Einbußen in Form von Ernteausfällen müsse der Birkenhof zum Glück nicht verkraften, jedoch seien Kartoffeln und Karotten um einiges kleiner als üblich. „Sie haben im harten Boden kaum Platz gefunden, um groß zu wachsen“, erläutert Eckert.

Mal ein echtes Pferd füttern – für viele Kinder ein besonderes Erlebnis. Das zweitägige Fest auf dem Biohof der Familie Eckert jenseits des Egelsbacher Gewerbegebiets bot kleinen Besuchern hautnahe Einblicke mit reichlich Action und Spaß und ihren Eltern jede Menge Infos zur ökologischen Landwirtschaft.  

Trotz aller aufwendiger Mehrarbeit auf den Feldern in den vergangenen Monaten konnte der Birkenhof sein Angebot des Vereins „LernOrt“ weiter ausbauen. Seit Mitte 2017 unterstützt Annika Eckert dabei eine Freundin aus den ersten Schultagen; beide sind nach dem gemeinsamen Abitur stets in engem Kontakt geblieben. Doro Forster ist studierte Wirtschaftspsychologin und kündigte voriges Jahr ihren Job in der IT-Branche, um Vollzeit für den Verein da sein zu können. Die 32-Jährige bringt viele neue Ideen ein und entwickelt gemeinsam mit dem gesamten ehrenamtlichen Team des Vereins immer wieder neue Konzepte, um den Hof als allumfassenden Ort des Lernens und Erlebens attraktiv zu machen. So wurden beispielsweise die bekannten Schul- und Kindergarten-Programme der „Bauernhof-Werkstatt“ für Einzelpersonen geöffnet. Somit können sich nun alle interessierten Bürger mit saisonalen Themen der Landwirtschaft beschäftigen.

Ferner arbeitet Forster daran, den Birkenhof als „grünen Seminarraum“ bei Firmen der Umgebung bekannt zu machen. Dazu wurde erst kürzlich ein Raum geschaffen, um auch an Regentagen oder im kommenden Winter Veranstaltungen anbieten zu können. „Wir haben die perfekten Voraussetzungen für einen Tapetenwechsel in der Seminarkultur, für Teamevents und zur Stressprävention“, schwärmt Forster, die in diesem Bereich all ihre Erfahrungen und Kompetenzen aus der Wirtschaftswelt mit einbringen kann. Nicht zuletzt hofft sie natürlich, dass sich langfristig lokale Firmen und Unternehmen an den Birkenhof binden lassen – „als Kunden und vielleicht auch als Sponsoren für Herzensprojekte“.

Hoffest auf dem Birkenhof in Egelsbach: Bilder

Auch in diesem Jahr lockte das Hoffest wieder zahlreiche Besucher auf den Birkenhof.

Auch in diesem Jahr lockte das Hoffest wieder zahlreiche Besucher auf den Birkenhof.

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Auch in diesem Jahr lockte das Hoffest wieder zahlreiche Besucher auf den Birkenhof.

Ein solches Herzensprojekt ist derzeit die Suche nach Tierpatenschaften, um unter anderem die sehr gefragte Reittherapie weiterhin anbieten zu können und mit einem dritten Therapiepferd auszubauen. „Die Kosten für eine Reittherapie werden leider nicht von den Krankenkassen getragen und sind daher für Bedürftige sehr kostspielig“, erklärt Forster. „Mit einer Tierpatenschaft von rund 70 Euro im Monat sind zwar auch nicht alle reellen Kosten der Tierhaltung und Ausbildung für Therapiepferde gedeckt, aber es entlastet die Vereinskasse ungemein.“

Um kurz vor 18 Uhr herrscht am Samstag auf dem Birkenhof noch immer reges Treiben. Es scheint, als wollten die Gäste gar nicht gehen, obwohl die Tore bald geschlossen werden sollen. Zufriedene Kinder hüpfen – nun nicht mehr ganz so fit wie auf dem Hinweg – neben ihren Eltern nach Hause. Am Sonntagvormittag öffnen sich die Tore des Birkenhofs abermals für einen erlebnisreichen Tag auf dem Bauernhof, der nächste Ansturm von Familien aus nah und fern lässt nicht lange auf sich warten.

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