Rettungsschirm für Egelsbach

Ans Geld geht’s nur über harte Auflagen

Egelsbach - „Konstruktiv und harmonisch“ war es, das Informationsgespräch zum Kommunalen Rettungsschirm, das eine Delegation der Gemeinde vorgestern in Wiesbaden mit Mitarbeitern des Finanzministeriums führte. Von Holger Borchard

So zumindest beschreibt der „Chef de Mission“, Bürgermeister Jürgen Sieling, die eine Seite der Medaille. Die andere: „Im Finanzministerium haben sie für uns schon sehr ernüchternde Vorstellungen, was die Gemeinde im Gegenzug fürs Schlüpfen unter den Rettungsschirm leisten muss“, berichtet Sieling.

3,4 Millionen Euro vom Land könnte Egelsbach zur Schuldentilgung bekommen – aktuell steht die Gemeinde mit gut 20 Millionen Euro in den Miesen (11 Millionen Kassenkredite, 9,4 Millionen Investitionskredite). „Meine Mitarbeiter und ich sowie Vertreter aller Fraktionen, die mit dabei waren, haben zu hören bekommen, dass Egelsbach das Missverhältnis zwischen zu hohen Versorgungsgraden und zu geringen Deckungsbeiträgen korrigieren muss“, fasst Sieling zusammen. „Mit anderen Worten: Wir werden aufgefordert, kräftig an der Gebühren-Schraube zu drehen.“ Das sei in Egelsbach sogar leichter zu bewerkstelligen als in Kommunen, die schon vor Jahren kräftig Gebühren erhöht hätten, so der aufmunternde Hinweis der Landes-Finanzexperten. Was die Gemeindevertretung nun auch aus diesen Infos mache – „politische Spielchen sind absolut nicht drin“, mahnt Sieling schon jetzt.

Rubriklistenbild: © dpa

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