Anschaffung eines neuen Drehleiter-Fahrzeugs

Sammelbestellung in Feuerwehr-Rot

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Symbolakt mit Zuwendungsbescheid vor dem auszumusternden Drehleiter-Fahrzeug (von links): Ulrich Schumann (stellvertretender Gemeindebrandinspektor), Kreisbrandinspektor Ralf Ackermann, der Dreieicher Landtagsabgeordnete Hartmut Honka, Staatssekretär Michael Bußer, Bürgermeister Jürgen Sieling, Gemeindebrandinspektor Christian Klöppel sowie Stefan Beck (stellvertretender Gemeindebrandinspektor).

Egelsbach - Der finanzielle Rahmen ist abgesteckt: Die örtliche Feuerwehr bekommt ein neues Drehleiter-Fahrzeug als Ersatz für das aktuelle, mehr als 25 Jahre alte Modell. Vom Land gibt es 127.500 Euro Zuschuss, die restlichen rund 600. 000 Euro muss die Gemeinde aus eigener Tasche beisteuern. Von Holger Borchard

Fototermin im Feuerwehrhaus mit den „üblichen Verdächtigen“: Am Donnerstagnachmittag hat der Sprecher der Hessischen Landesregierung, Staatssekretär Michael Bußer – Kreisbrandinspektor Ralf Ackermann und den CDU-Landtagsabgeordneten Hartmut Honka im Schlepptau – der Freiwilligen Feuerwehr Egelsbach einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 127.500 Euro überreicht. Der Landesobolus ist für den Kauf eines neuen Drehleiter-Fahrzeugs bestimmt, welches das aktuelle Modell, Baujahr 1992, eins zu eins ersetzen wird. Die Landesförderung entspricht den obligatorischen 25 Prozent des Anschaffungspreises der „Null-Variante“ dieses Fahrzeugtyps. „Inklusive aller Auf- und Umrüstungen für unsere Zwecke wird sich der Anschaffungspreis zwischen 700.000 und 750.000 Euro bewegen“, schätzt Gemeindebrandinspektor Christian Klöppel.

Günstiger wird die Angelegenheit immerhin durch den Umstand, dass die Neuanschaffung im Zuge einer kreisweiten Sammelbestellung getätigt wird. „Wir bestellen mit den Feuerwehren aus Mühlheim, Seligenstadt und Heusenstamm viermal das gleiche Fahrzeug“, schildert Klöppel. Angesichts des Investitionsvolumens von knapp drei Millionen Euro ist eine europaweite Ausschreibung erforderlich. „Das geschieht ab Mai“, so Klöppel. „Wir formulieren den Anforderungskatalog, auf den sich die Hersteller dann bewerben.“ Sämtliche Fristen und natürlich die Bauzeit an sich eingerechnet, werde das neue Fahrzeug wohl kaum vor 2020 auf Egelsbachs Straßen unterwegs sein, mutmaßt der Gemeindebrandinspektor.

Bilder: Feuerwehr löscht Dachstuhlbrand

Das aktuelle Drehleiter-Fahrzeug – Typ DLK 23/12 – der Egelsbacher Wehr ist mit einer Krankentragenhalterung ausgestattet. Die 23 steht für die Rettungshöhe in Metern, die zwölf für die Ausladungsdistanz in Metern. Vollständig ausgefahren kommt die Leiter auf 30 Meter Höhe. „Für uns ist dieses Fahrzeug das wichtigste im Hinblick auf die Menschenrettung“, verdeutlicht Klöppel. Das aktuelle Modell hat die vom Land verordnete Mindestlaufzeit auf dem Buckel, ist aber laut Klöppel noch „gut in Schuss“. Problematisch sei freilich die Beschaffung von Ersatzteilen – „die sind schlicht nicht mehr verfügbar und wenn doch, dann sehr teuer“. Bis die neue Drehleiter da ist, muss die aktuelle noch ihren Dienst tun. Anschließend wird sie verkauft – und zwar außerhalb Hessens, so sehen es die Landes-Förderrichtlinien vor.

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