Sanierung des Jugendzentrums

Rangeklotzt wie vor sechs Jahren

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Nix Billard - bloß Tisch: Als Abstellfläche leistete das gute Stück während der Renovierung der Jugendräume im Egelsbacher Bürgerhaus gute Dienste. Die Malertruppe warf sich wohlweislich in Schutzanzüge.  

Egelsbach - Neue Sofas und Erinnerung an die Anfänge: Die Jugend packt bei Sanierung im Juz kräftig an. Von Holger Borchard 

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„Popanz aufgebaut“

Wo andernorts während des Übergangs vom alten zum neuen Jahr tote Hose herrschte, ging im Egelsbacher Jugendzentrum die Post ab. Es wurde ausgeräumt, gestrichen, renoviert und grundgereinigt und – mit teilweise neuer Möblierung – wieder eingerichtet. „Ein Triumph von Manpower und Teamgeist“, lobt Uwe Herzog, Geschäftsführer des Jugendvereins, durchaus euphorisch angesichts des überschaubaren Sanierungsbudgets. Rund zwei Wochen zogen ins Land, ehe der Jugendraum und der Proberaum für die Musikbands im Untergeschoss des Bürgerhauses so aussahen, wie Jugendliche und Juz-Mitarbeiter es sich vorgestellt haben. „Das Schöne ist, dass alle Generationen unserer Juz-Besucher bereitwillig ihre Talente eingebracht haben“, merkt Herzog an. „Unterm Strich waren gut 30 Jugendliche mit dabei.“

Abgesehen vom frischen Anstrich für Decken und Wände und dem Verschwinden der einen oder anderen Schmuddelecke ziert diverses neues Einrichtungszubehör das Juz. Kleinere Posten wie Sitzkissen und Decken oder die neue Lampe für den Außenbereich sollen nicht unerwähnt bleiben, an vorderster Stelle zu nennen sind freilich ein neuer Kühlschrank und die neuen Ledersofas. „Die sind der Hammer“, gibt Uwe Herzog das Echo der Jugendlichen wieder. „Unser Riesendank geht an Thomas Geiß und dessen Firma CGI. Die hat uns die Sofas überlassen, die gebraucht, aber in einem Super-Zustand sind.“

Erinnerungen an die Anfänge

Sitzen, lümmeln, fläzen, chillen - wie immer man’s nennen mag: Die neuen Ledersofas sind richtig bequem, so das einhellige Urteil der bisherigen Probesitzer. Spendiert hat die Möbel die Firma CGI des Egelsbachers Thomas Geiß.

Dass nach so viel Aufwand Wiedereinweihung gefeiert werden muss, versteht sich von selbst. Das ist in Form einer Helferparty geschehen, zu der nicht nur alle Renovierer geladen waren, sondern ebenso alle, die 2013 bei Konzerten im „Underground“, beim It’s-Alive-Festival, im offenen Bereich oder in der Kinderkreativwerkstatt ehrenamtlich geholfen haben. „Dabei konnten wir einfach mal ganz genüsslich die erfolgreichen vergangenen Monate Revue passieren, mit tollen Konzerten, der ausverkauften Unterstufenparty in Kooperation mit Adolf-Reichwein- und Dreieichschule und dem proppenvollen Mitternachtssport.“

Erinnert hat Herzog & Co. die konzertierte Aktion zum Jahreswechsel im Übrigen an die Juz-Anfänge unter Regie des Vereins für Jugendsozialarbeit und Jugendkulturförderung Rhein-Main vor fast genau sechs Jahren. „Im Dezember 2007 sind wir schon mal mit einer großen Renovierungsaktion in ein neues Juz-Zeitalter gestartet“, so Herzog. Erfreuliche Randnotiz: „Diesmal waren sogar noch Jugendliche aus diesen Anfangstagen mit dabei.“

Wo soll Jugendarbeit stattfinden?

Der Band-Proberaum bekam ebenfalls ein Upgrade.

Unerfreuliche Randnotiz: Besucher und Mitarbeiter des Jugendzentrums diskutieren angesichts der angekündigten Neukonzeption der Veranstaltungsstätten und dem zum 31. März besiegelten Aus des Eigenheims als Veranstaltungsstätte immer öfter die Zukunftsfrage. „Das Eigenheim dicht – das Bürgerhaus wegen Sanierung gesperrt: Wo soll Jugendarbeit dann stattfinden?“, fragt Uwe Herzog kategorisch. Eine Antwort aus Sicht der Jugendzentrumsnutzer: die Nutzung des Eigenheims als Versammlungsstätte. Zur „Rettung“ des Eigenheims als Treffpunkt in der Ortsmitte würde der Jugendverein nur zu gerne seinen Beitrag leisten – sofern das Ergebnis den Aufwand rechtfertigt. Mehr dazu im separaten Artikel „Popanz aufgebaut“.

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