Förderverein intensiviert die Mitgliederwerbung

Schlechter Zustand des Freibads: Drittklässler spenden Basarerlös  

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Kleine und große Schwimmbadfans: Sabine Kaiser, Elternbeirätin der Klasse 3c, überreichte den Obolus der Grundschüler an den Fördervereinsvorsitzenden Matthias Schröder.

Egelsbach – Die schlechten Nachrichten über den Zustand des Freibads lassen die Egelsbacher Kinder nicht kalt. Sie wollen auch im Sommer 2019 das Schwimmen in der beliebten Freizeiteinrichtung genießen und sind bereit, dafür etwas zu tun. Von Holger Borchard

Ganz in diesem Sinne spenden die dritten Klassen der Wilhelm-Leuschner-Schule zum Jahreswechsel einen Teil des Erlöses aus dem Adventsbasar für das Freibad.

Beim traditionellen Adventsbasar der Grundschule, auf dem vornehmlich Selbstgebasteltes verkauft wird, hat jede Klassenstufe ihren eigenen Stand. Einen Teil der Erlöse spendet jede Klassenstufe an gemeinnützige Organisationen – im Fall der Drittklässler fiel das Votum zugunsten des Bads aus. Ihren Obolus haben die Kinder dem Vorsitzenden des Fördervereins Freibad Egelsbach (FVFE), Matthias Schröder, bereits übergeben – sozusagen als unverhofftes Weihnachtsgeschenk. Im Beisein von Vertretern der Lehrerschaft und des Elternbeirats übergab der Nachwuchs ein Kuvert mit 130 Euro Inhalt. Über den Betrag hinaus zählt die Geste, die Schröder entsprechend würdigte: „Ich finde es richtig klasse, dass ihr Kinder euer Schwimmbad unterstützen wollt“, rief der Vorsitzende der Freibadförderer den Mädchen und Jungen zu und versprach, dass der FVFE das Seinige dazu beitragen werde, um das Bad für die Bürger zu erhalten.

So hält Sport im Wasser richtig fit

In diesem Kontext nicht unter den Tisch fallen sollte, dass 2018 dem Bad auch viele positive Nachrichten beschert hat. Auf jene ging Schröder im Zuge der Jahreshauptversammlung der Badförderer ein. Unter anderem berichtete er, dass die Umsatzerlöse aus Eintrittsgeldern und Kiosk-Pacht dank der langen Sommerwärme um mehr als ein Drittel gestiegen sind. 203.000 Euro stehen für 2018 zu Buche – ein Plus von 36 Prozent gegenüber 2017 (148. 000 Euro). „Es sind die höchsten registrierten Badeinnahmen seit Einführung der neuen, doppischen kommunalen Buchführung 2008“, so Schröder. Rechne man obendrein eine 2018 erfolgte Rückerstattung auf gezahlte Kapitalertragsteuer der Jahre 2001 bis 2014 hinzu – ein Sonderertrag von 228 .000 Euro –, so habe das Bad im zu Ende gegangenen Jahr gerade mal einen Verlust von etwa 2 100 Euro gefahren.

Der Verein selbst hat derweil die Eigenwerbung verstärkt und im Zuge der Aktion „Egelsbach. Das Wimmelbild XXL“ Neueintritte und Spenden verzeichnet. „Getreu dem Motto: ,Nach der Saison ist vor der Saison’ wollen wir uns bei der Mitglieder-, Spenden- und Sponsorenwerbung weiter professionalisieren“, kündigt Schröder an. Dank einer Satzungsänderung können Interessierte nun auch online über die Homepage des Vereins die Mitgliedschaft beantragen. Der Jahresbeitrag bleibt unverändert bei 20 Euro.

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