Kreisel

Mysteriöser schwarzer Fleck auf neuer Skulptur in Egelsbach: Das ist der Grund

Von weitem zu sehen: Ein schwarzer Fleck „ziert“ die neue Eichenholzskulptur.
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Von weitem zu sehen: Ein schwarzer Fleck „ziert“ die neue Eichenholzskulptur.

Die neue Kreiselskulptur in Egelsbach „ziert“ ein schwarzer Fleck. Laut Künstler Georg Brinkies handelt es sich jedoch nicht um Vandalismus, sondern um eine chemische Reaktion.

Egelsbach – Der schwarze Fleck breitet sich länglich nach unten aus und ist deutlich zu sehen. Erst vor knapp drei Wochen wurde die Einweihung der Skulptur „Zueinander“ des bayerischen Künstlers Georg Brinkies am Kreisel der Kreuzung Kurt-Schumacher-Ring/Theodor-Heuss-Straße gefeiert. Das Kunstwerk soll Bayerseich mit dem Rest von Egelsbach verbinden. Jetzt sieht es auf den ersten Blick so aus, als sei die Kunst Vandalen zum Opfer gefallen.

„Nein, es ist kein Vandalismus“, betont Brinkies jedoch auf Anfrage. Vielmehr sei die Schwarzfärbung des Holzes Folge einer chemischen Reaktion. „Oft haben alte Bäume Metalleinschlüsse. Bei diesem Baum war es die Schraube eines Weidezauns. Ich habe das auch mit der Säge gemerkt“, erzählt der gelernte Bildhauer. Das Metall reagiere dann mit der Gerbsäure im Holz. „Und Eichen, sehr harte Bäume, haben besonders viel von der Gerbsäure. Diese Reaktion verursacht die schwarze Farbe“, so Georg Brinkies weiter.

Skulptur am Kreisel in Egelsbach: Fleckentfernung „muss nicht sein“

Ein Restaurator könnte den Fleck mit einer Säurebehandlung entfernen, vermutet der Künstler. Er findet aber: Das muss nicht sein. „Die Skulptur wird ohnehin mit den Jahren grau. Das ist ein natürlicher Prozess und wird auch den Fleck kaschieren“, so der Erschaffer der Skulptur, die im Rahmen des „Kunst vor Ort“-Wettbewerbs entstand, den Kreis Offenbach und Sparkasse Langen-Seligenstadt jährlich ausrichten. (njo)

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