Spitzen der Ortspolitik

„Jetzt müssen Taten folgen“

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Schwarze Stunde. Sammeln. Neu sortieren: Jürgen Sieling mit dem CDU-Tandem Thomas Irmler (Mitte) und Martin Eberhard.

Egelsbach - „Bestmögliche Rahmenbedingungen für den Start“, will der künftige Rathaus-Chef schaffen – die Spitzen der Ortspolitik haben sich ihren Reim darauf schnell gemacht.

„Für uns war der Wahlausgang schon eine Überraschung – andererseits stellt er genau das dar, was wir unterstützt und erhofft haben“, kommentiert CDU-Fraktionschef Thomas Irmler. „Es ist eine ziemliche Aufgabe, in Egelsbach einen SPD-Bürgermeister zu entthronen. Tobias Wilbrands Wahl verspricht, dass die Atmosphäre zwischen Verwaltungsspitze und Gemeindevertretung sich spürbar verbessern wird.“

„Überrascht waren meine Parteikollegen und ich von dem Resultat nicht mehr – dafür war die Wechselstimmung einfach zu deutlich zu spüren“, urteilt Axel Vogt für die FDP. „Wir stehen Tobias Wilbrand wohlwollend und kritisch gegenüber und sind gespannt, welchen Umgang er pflegen wird. Hält er das, was er versprochen hat, wird’s für alle leichter. Die SPD hat wenig Wahlkampf geführt, dafür umso mehr Hausmacht demonstriert – vergeblich.“

„Tobias Wilbrand ist es gelungen, die von ihm in Bayerseich entfachte Wechseldynamik auf die anderen Ortsteile zu übertragen“, analysiert WGE-Vorsitzender Georg Dinca. „Sein Wahlprogramm bietet gute Ansätze. Trotzdem besteht kein Grund, in Euphorie zu verfallen, solange uns der Schutzschirm regiert und das Geld fehlt. Auch mit Tobias Wilbrand bleibt alles genauso leicht beziehungsweise schwer wie bisher.“

Die Linke kann laut Frontmann Wolfgang Klein „mit diesem Wahlausgang gut leben“. Klein: „Jetzt muss Tobias Wilbrand Taten folgen lassen. Ich bin gespannt, ob es ihm gelingen wird, mehr Diskussions- und Entscheidungsfreude in die Gemeindevertretung zu bringen.“ (hob)

Bilder von der Stichwahl in Egelsbach

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