Betriebsvertrag da, Verstopfung hoffentlich weg

Egelsbach - Seit gut vier Monaten ist die neue Sporthalle des Kreises zwischen Freibad und Rathaus in Betrieb – die ersten „Stresstests“ zeigen typische Start-Wehwehchen auf, beispielsweise eine nicht funktionierende Sonnenblende. Von Holger Borchard

Aber auch einen gravierenden Mangel im Dusch- und Sanitärbereich. Sind dort mehrere Nutzer gleichzeitig zugange, steht er ruck, zuck unter Wasser. Allem Anschein nach verstopfen Zement- oder Mörtelrückstände die Leitungen; es steht zu vermuten, dass Bauarbeiter dort ihre Eimer gesäubert haben.

Als Bremsklotz Nummer eins freilich erweist sich der Umstand, dass der offizielle Betriebsvertrag zwischen Kreis und Gemeinde noch immer nicht unterschrieben ist. Somit ist keine Basis für weitere Absprachen beziehungsweise Vereinbarungen zwischen Gemeinde und Sportgemeinschaft oder Jugendverein (Mitternachtssport) gegeben. Jetzt ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen: „Der Vertrag liegt vor, der Gemeindevorstand wird sich am Dienstag mit ihm befassen und dann werden wir ihn mit allergrößter Wahrscheinlichkeit unterschrieben nach Dietzenbach zurückschicken“, berichtet Bürgermeister Rudi Moritz.

„Gewährleistungspflicht der Baufirma“

Im Kreishaus warte man auch schon darauf, entgegnet Pressesprecherin Ursula Luh auf Anfrage der Redaktion: „Der Betriebsvertrag ist schon vor einigen Wochen nach Egelsbach rausgegangen.“ Gute Nachrichten hat die Kreis-Pressesprecherin auch bezüglich der verstopften Abwasserleitungen parat, die den Hausmeistern der Wilhelm-Leuschner-Schule und der Sportgemeinschaft wiederholt Sonderschichten mit Reinigungsspiralen beschert haben. „Inzwischen hat in der Sporthalle eine Befahrung der Leitungen mit Kameras stattgefunden, bei der die Verstopfungen erkannt und soweit es ging beseitigt worden sind“, berichtet Luh. Unabhängig davon sei klar: „Wenn es im Sanitärbereich nicht rund läuft, wird der Kreis auf die Gewährleistungspflicht der Baufirma pochen.“

Die großen Dinge sind somit angepackt – das gibt Luft, die kleineren folgen zu lassen. So haben Schule und Sportgemeinschaft die Kreisverwaltung auf gewisse Mängel bei der Ausstattung hingewiesen, als Beispiel genügen soll der fehlende Transportuntersatz für den Stufenbarren. „Das Gerät ist so schwer, dass es sechs Männer nicht aus dem Geräteraum herausbekommen“, sagt Iris Jaron von der SGE-Geschäftsstelle. „Stimmt“, bestätigt Schulleiter und Sportlehrer Martin Höhn, der ansonsten hochzufrieden mit dem Neubau ist.

„Der Untersatz ist schon bestellt“, meldet Ursula Luh ein weiteres Mal Vollzug. „Im Übrigen wird es noch im Januar ein Treffen geben, bei dem alle Beteiligten ihre Sicht der Dinge schildern und besprechen können.“ Worte, die man in Schule, Rathaus und bei der SGE gerne hört.

Rubriklistenbild: © Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare