Freigabe zum Sportbetrieb mit 420-fachem „Hello“

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Da staunten die Gäste nicht schlecht: Die 20 Klassen der Leuschner-Schule empfingen sie mit einer stimmungsvollen Choreografie zum Ohrwurm „Hello“ von Martin Solveig und den Dragonettes in der Sporthalle.

Egelsbach - Von 420 Schulkindern mit einer Musik-Performance empfangen zu werden, das passiert Landrat Oliver Quilling und Erster Kreisbeigeordneter Claudia Jäger auch nicht alle Tage. Von Holger Borchard

Aber schließlich gilt es am Montagvormittag, der vom Spitzen-Tandem des Kreises angeführten Besucherschar für die neue Sporthalle Dank zu sagen. Also legen sich die 20 Klassen der Wilhelm-Leuschner-Schule zum Ohrwurm „Hello“ mächtig ins Zeug. „Das war klasse“, lobt sie der Landrat. „Den ersten großen Belastungstest hat die Halle damit schon mal bestanden.“

„Die Halle ist sozusagen auch ein Kind von Lehman Brothers“

Während das Gros der Schüler wieder Richtung Schule abrückt und die Kinder der Judo-AG sich auf ihren Auftritt vorbereiten, schlägt im Kreise der Offiziellen die Stunde der Dankesredner. Einig sind sich alle, dass die Drei-Felder-Halle mit einem lichten Innenmaß von 27 mal 45 Metern ein echtes Schmuckstück geworden ist. Die 4,1 Millionen Euro, die der Neubau kostete, stammen aus dem Konjunkturpaket nach der Bankenkrise, was Bürgermeister Rudi Moritz mit der Bemerkung „sie ist sozusagen auch ein Kind von Lehman Brothers“ auf die Schippe nimmt. Claudia Jäger unterstreicht den Nutzen für ganz Egelsbach: „Die Halle bietet nicht nur einer der größten Grundschulen im Kreis Offenbach perfekte Bedingungen, sondern ist ein gewaltiges Stück Vereinsförderung, weil etliche Sportler sie ab nachmittags und an den Wochenenden nutzen.“

„Ich habe das Vergnügen, mehrmals die Woche in dieser Halle zu arbeiten“, so Schulleiter Martin Höhn. „Auch wir sind sehr zufrieden“, betont Edgar Karg , Vorsitzender der Sportgemeinschaft. Mit der Halle und unserem Vereins-Center in unmittelbarer Nachbarschaft steht der Sport in Egelsbach auf einer ganz neuen Basis.“

Das Schule und SGE nicht bloß Konkurrenten um Hallenzeit sind, sondern voneinander profitieren, belegen die gemeinsamen Schul-AGs in Tischtennis, Basketball, Handball, Tennis – und natürlich im Judo, wie die Darbietung von 16 Kindern zeigt. Ins Bild passt ein Überraschungsgeschenk zum Abschluss: Der SGE-Vorstand überreicht der Schulleitung einen Satz Sportbänder.

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