Premiere 

Egelsbach erstmals beim Stadtradeln dabei - doch das Interesse ist gering 

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Bisher haben sich wenige Egelsbacher für das Stadtradeln angemeldet. 

Klimaschutz ist momentan in aller Munde. Einen gleichermaßen wichtigen wie simplen Beitrag kann jeder Einzelne mit der Teilnahme am Stadtradeln leisten.

Egelsbach - Nach Langen, Dreieich und Neu-Isenburg beteiligt sich nun auch Egelsbach erstmalig an der Kampagne, die bereits am Montag, 2. September, beginnt.

Bis Sonntag, 22. September, kann jeder, der in Egelsbach lebt, arbeitet, zur Schule geht oder einem hiesigen Verein angehört, seine geradelten Kilometer – nach vorheriger Onlineregistrierung – eintragen. Wo geradelt wird, ist egal: Auch die Kilometer bei Fahrradtouren am Urlaubsort können für den Wettbewerb erfasst werden.

So geht die Teilnahme am Stadtradeln:

- Die gefahrenen Kilometer werden in das eigene Fahrtenbuch auf der Projekthomepage eingetragen. Man registriert sich entweder für ein offenes Team oder gründet selbst eines.

- Eine andere Möglichkeit ist die Nutzung der Stadtradeln-App fürs Smartphone. Es werden hier die gefahrenen Kilometer per GPS über die App getrackt und dem Kilometerbuch gutgeschrieben. Dies wird vom Land gefördert – mit dem Ziel, die Fahrtrouten anonymisiert zu erfassen: Die Verwaltung will wissen, wo Radfahrer unterwegs sind, um Informationen für die Planung der Radinfrastruktur zu bekommen.

Stadtradeln: Egelsbach zum ersten Mal dabei 

Natürlich sollen nicht nur diejenigen, die ohnehin mit dem Drahtesel unterwegs sind, ihre Kilometer eintragen. Der Wettbewerb soll dazu motivieren, das Rad motorisierten Verkehrsmitteln vorzuziehen. „Stadtradeln heißt, dass man möglichst oft in dieser Zeit mit dem Fahrrad fährt und viele Wege mit dem Rad 

statt dem Auto zurücklegt. 

Denn dann kann man nicht gleichzeitig Auto fahren. So wird berechnet, wieviel CO2 man theoretisch einspart“, erklärt der ADFC-Ortsverband.

2018 traten bei der weltgrößten Fahrradkampagne nahezu 300 000 Radelnde in fast 900 Kommunen für den Klimaschutz und die Radverkehrsförderung in die Pedale. Dabei legten die Teilnehmer rund 60 Millionen Kilometer zurück – und vermieden somit im Vergleich zur Autofahrt über 8 400 Tonnen CO2. 

ADFC: "Leider bisher wenige Anmeldungen" 

Mit dabei waren übrigens auch mehr als 4 500 Kommunalparlamentarier, um eine Vorreiterrolle für das Fahrrad als nachhaltiges Verkehrsmittel einzunehmen. Koordiniert wird die Kampagne Stadtradeln vom Klima-Bündnis, dem größten kommunalen Netzwerk zum Schutz des Weltklimas.

„Leider gibt es bisher wenig Anmeldungen“, bedauert der ADFC-Vorstand. Der Verein ruft daher dazu auf, sich zu beteiligen, und hat selbst eine Gruppe um Teamkapitän Hartmut Eisele gebildet. „Auch wenn Egelsbach keine Stadt ist, tut das der Sache keinen Abbruch. 

Es sollten sich einfach möglichst viele Personen aus einem Ort beteiligen“, betonen die Fahrradfreunde. Gesucht werden die fahrradaktivsten Kommunalparlamente und fahrradaktivsten Kommunen mit den meisten Radkilometern in fünf Größenklassen.

Stadt Egelsbach hofft auf viele Radfahrer

Auch die Gemeindeverwaltung wünscht sich, dass möglichst viele Menschen – egal ob sie in Egelsbach wohnen, arbeiten oder ihre Freizeit verbringen – an dem Wettbewerb für Klimaschutz und Nachhaltigkeit mitmachen. 

Auch die Egelsbacher Kommunalpolitiker sind aufgerufen, mit gutem Beispiel voranzugehen. Bürgermeister Tobias Wilbrand (Grüne) habe sich gleich nach Registrierung als passionierter Radfahrer angemeldet und will als Bürgermeister wie als Privatmensch in den drei Wochen möglichst viele Kilometer für Egelsbach erstrampeln. Wie die anderen Kommunen will die Gemeinde in Zukunft regelmäßig am Stadtradeln teilnehmen.  jrd

Infos im Internet unter stadtradeln.de/egelsbach

Missglückte Landung in Egelsbach: Ein Pilot (82) hat am Flugplatz die Landebahn verpasst. Jetzt nimmt er Stellung. Es waren nur wenige, aber extrem heftige Minuten, doch die Beseitigung der Schäden wird noch lange dauern: Egelsbach und Langen gehören zu den Kommunen, in denen das Unwetter am stärksten gewütet hat.

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