Ein Stück Advent bleibt am Kirchplatz

Egelsbach (hob) - Der Umzug des Egelsbacher Adventsmarkts in den Hof der Alten Schule ist beschlossene Sache – der ausrichtende Gewerbeverein erhofft sich davon mehr Flair und Atmosphäre.

Trotzdem lohnt sich am ersten Dezember-Wochenende ein Abstecher zum Kirchplatz, denn rund um Kirche und Arresthaus wird noch immer allerhand los sein. „Von einer trotzigen Veranstaltung von Umzugsgegnern kann aber nicht die Rede sein“, betonen die „Zurückgebliebenen“ vorsorglich schon heute. Vielmehr seien einige Veranstaltungen schlicht und ergreifend an die Örtlichkeiten rund um den Kirchplatz gebunden.

Die katholischen Frauen beispielsweise werden wie in all den Jahren parallel zum Adventsmarkt ihr „Lädchen“ in der Ernst-Ludwig-Straße 49 öffnen. Ihr Angebot an Gebrauchtem (Hausrat, Schallplatten, Bücher etc.) wird ergänzt durch Waren aus fairem Handel, dazu lockt wie immer eine Tombola. Der Erlös sämtlicher Aktivitäten kommt sozialen Einrichtungen zugute, allen voran dem Aussätzigen-Hilfswerk.

Der Geschichtsverein bleibt seinem Domizil, dem Arresthaus, treu. Dort wird er wieder Literatur zur heimatkundlichen Forschung über Egelsbach und die Region verkaufen. Abgesehen davon ist das im Frühjahr eröffnete Heimatmuseum ein Anziehungspunkt. Die Hobby-Historiker halten einen Teil des kleinen Museums für wechselnde Sonderausstellungen frei – drei Wochen vor Weihnachten wird ein mit historischen Kugeln, Glöckchen und anderen Preziosen geschmückter Christbaum den Saal erleuchten. In den Vitrinen soll dann ein „Weihnachtsmarkt en miniature“ mit winzigen, zum Teil beleuchteten und liebevoll ausgestatteten Buden die Besucher faszinieren. Die Ausstellungsstücke sind eine Leihgabe von Gerd Grein aus seinem „Museum für Volkskunde“ im alten Rathaus in Lengfeld im Odenwald.

Das Evangelische Gemeindehaus komplettiert das Advents-Dreieck im Ortskern. Dort wird eine Frauengruppe der Gemeinde ein weiteres Mal eine Adventsausstellung präsentieren. In diesem Jahr wird sich alles um Weihnachtspyramiden, Schwibbögen und Dekorationsstücke aus dem Erzgebirge drehen. Gezeigt werden Originale aus der Ursprungsregion, aber auch mit viel Liebe und Geschick angefertigte „Eigenbauten“, die mitunter als Familienerbstücke über mehrere Generationen weitergegeben worden sind. Der größte Teil der kleinen Schätze stammt aus Privatbesitz.

Am Rande der Ausstellung werden kreative Weihnachtsbasteleien zum Kauf angeboten und der Freundeskreis der Kirchengemeinde wird für das leibliche Wohl der Besucher sorgen. Er richtet wieder das Kirchencafé ein, das parallel zur Adventsausstellung die Gelegenheit bietet, in Ruhe und Besinnung zu verweilen und gegen eine Spende neben Kaffeespezialitäten oder Tee Kuchen und Gebäck zu genießen.

Der kfd-Laden „Gesammelte Werke“, Arresthaus und Heimatmuseum sowie das evangelische Gemeindehaus sind am Samstag, 3., und Sonntag, 4. Dezember, jeweils von 15 bis 19 Uhr geöffnet.

Rubriklistenbild: © Siegfried Baier/pixelio.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare