Formationen zeigen Saisontänze

Bunter Choreografien-Reigen

+
Mit vollem Einsatz bei der Sache waren die Jüngsten der TSC-Formation Tanzmäuse. Sie zeigten einen fröhlichen Hüpftanz. Die Formation „Pamoja“ (kleines Foto) hat sogar schon den ersten Turniersieg der Saison eingefahren: Einen Tag vor dem Heimspiel waren die jungen Damen in Bürstadt nicht zu schlagen.  

Egelsbach - Die Saisoneröffnung hat ihren festen Platz im Terminkalender des Tanzsport-Clubs ‘71. Von Leo F. Postl 

Am Sonntagnachmittag war es wieder soweit: In der voll besetzten Sporthalle stellten sämtliche Formationen und Gruppen von den Kleinsten bis zur Bundesliga ihre neuen Choreografien vor.
Auch Mäuse können aufgeregt sein – zumal, wenn sie auf zwei Beinen stehen. In diesem Fall gilt das für den jüngsten TSC-Nachwuchs, die Tanzmäuse. Die Kinder, die behutsam an den Tanzsport herangeführt werden, fiebern ihrem großen Auftritt entgegen. „Wann geht’s denn endlich los?“, fragen etliche „Mäuschen“, denen die Begrüßung durch Moderatorin Claudia Berck zu lange dauert. Mittlerweile zählt der TSC Egelsbach mehr als 200 Mitglieder und pflegt über die tanzsportlichen Aktivitäten hinaus das gesellschaftliche Leben. Rund 100 Mitglieder sind im Bereich Jazz- und Modern Dance (JMD) engagiert.

Endlich werden die Tanzmäuse losgelassen; die Betreuerinnen Stephanie Seng und Silja Erba nehmen ihre Ü3-Tänzerinnen an die Hand und gemeinsam führt man den fröhlichen Hüpftanz zum Liedtext „Von Kopf bis Fuß schick ich dir einen Gruß“ auf. Verdienter Lohn: Viel Beifall und Naschereien.

Trainerin Tatjana Zwahr hat gleich mehrere Gruppen unter ihren Fittichen, neben den „Dancing Girls“ auch „Magic Dance“, beide aus der Just-Dance-AG der Geschwister-Scholl-Schule Langen.

Sophie Heller und Sarah Reichert betreuen die Formation „Effect“, die in der Jugend-Landesliga startet. Die Elf- bis 16-Jährigen tanzen seit 2014 zusammen – auch hier wurden Tänzerinnen aus der AG der Scholl-Schule integriert.

Ähnlich die Zusammensetzung der Formation „Diversity“: Aus der ehemaligen Kindergruppe und Kooperationen mit der Scholl- und Albert-Schweitzer-Schule Langen wurde ein starkes Team geformt, das in der Verbandsliga Südost I startet. Hier zeichnet ebenfalls Tatjana Zwahr für den Erfolg verantwortlich. Die Choreografie „Eye of the Storm“ thematisiert ein Naturereignis – die nahezu Windstille im Zentrum eines Sturms.

Die Tänzerinnen der Formation „Nova“ tanzen allesamt schon seit Jahren beim TSC und haben sich nun unter Trainerin Olga Miller neu formiert – eben „nova“. Ihre Choreografie symbolisiert den Überlebenskampf zweier Gruppen – bis zuletzt ist unklar, wer gewinnt.

„Pamoja“ ist ebenfalls aus einer Kooperation des TSC mit der Schweitzer-Schule entstanden. So wurde den jungen Damen der Start bei Turnieren ermöglicht und sie haben sich bis in die Oberliga getanzt. Die Choreografie von Katrin Riedl und Silja Erba, die das Prinzip „Magie der Hände“ – je mehr, desto wirkungsvoller – umsetzt, ist so gut, dass „Pamoja“ als Sieger des ersten Saisonturniers in Bürstadt vor heimischer Kulisse vortanzt. Das nächste Turnier am 17. März in Mörfelden-Walldorf ist in guter Reichweite für alle Fans.

Bilder: Brunnenfest in Egelsbach

Grundschullehrerin Jasmin Greiner kam über Kollegin Katrin Riedl zum TSC. „Ich tanze für mein Leben gern – und in der Zweite Bundesliga an den Start zu gehen, ist eine tolle Erfahrung“, sagt die 27-Jährige. Mit der Formation „Karmacoma“ und der Choreografie „Don’t be born“ von Trainer Emeel Safie – jene spiegelt die Gedanken einer werdenden Mutter wider – will Greiner die Erfolgsgeschichte in der zweithöchsten Leistungsklasse im JMD fortschreiben.

Die Zuschauer dankten für die Tanzshow nicht nur mit reichlich Beifall, sondern mästeten auch das Sparschwein des Vereins. Mit dessen Inhalt will der TSC einen großen Spiegel anschaffen, damit die Tänzerinnen ihre Bewegungsabläufe selbst kontrollieren können.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare