Thomin gibt Häusern eine Stimme

Egelsbach (hob) - Ausflug in die Geschichte: Zum Tag des Denkmals hat der örtliche Geschichtsverein für Sonntag, 11. September, eine Ortsbegehung arrangiert.

Unter dem Motto „Die Baukultur der Arbeiterbewegung im Egelsbach der 20er Jahre“ wird Alfred Thomin Interessierte ab 14 Uhr auf einen zirka zweistündigen Rundgang mitnehmen. Der Vortrag des Hobby-Historikers wird sich an ausgewählten Plätzen um Arbeiter- und Kniestock-Häuser, den ersten Wohnblock und die ersten Flachdach-Bauten Egelsbachs, die „Stallgass“ sowie um „ein Volkshaus namens Eigenheim-Saalbau“ drehen.

„Zur Wiesenau“ und „Volkshäuser“

„Die ,Arbeiter-Kniestockhäuser‘ säumten einst die Rhein- und Bahnstraße“, sagt Thomin. „Sie sind von der Arbeiterschaft der Landbevölkerung erbaut worden und stellen eine erste Stufe zu deren Verbürgerlichung dar.“ Im Zuge der – vor 1890 verbotenen – Arbeiterbewegung entstanden Vereinslokale, etwa die Gaststätte „Zur Wiesenau“, und „Volkshäuser“ wie das Eigenheim. „Der Bau des Eigenheims läutete das Ende der Wiesenau ein“, weiß Alfred Thomin.

Mehr wird vorab nicht verraten, die kompletten Zusammenhänge dröselt Thomin am Sonntag auf. Los geht’s um 14 Uhr auf dem Kirchplatz vor dem Heimatmuseum, die Teilnahme ist kostenlos. Ausklingen wird der Rundgang gegen 16 Uhr am Seniorenzentrum in der Lutherstraße.

Rubriklistenbild: © pixelio.de/Annamartha

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