Trommel-Transfer der Weltkulturen

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Der Meister trommelt den Takt vor – die Schüler antworten: Riad Kheder und Gäste legten sich erst im Waldheim und später im Freien ins Zeug.

Egelsbach - (lfp) Wo immer er auftaucht, gibt Riad Kheder den Ton an. So auch am Freitagabend im Waldheim der Naturfreunde Egelsbach-Erzhausen, wo der aus Bagdad stammende Musiker Kostproben seines „Arabic Jazz“ gab.

Kheder, der seit Mitte der 80er-Jahre in Frankfurt lebt, verbindet in seinen Kompositionen und Improvisationen arabisch-orientalische Stilelemente mit afrikanischen wie europäischen Rhythmen. Seine Instrumente sind Riqq und Darabukka (Tamburin und Bechertrommel) sowie Bandir (Rahmentrommel) und Oud (arabische Laute).

Nach einer kurzen Lehrstunde durften die Zuhörer selbst einen „Klangkörper“ zwischen die Beine klemmen und versuchen, dem Rhythmus zu folgen. „Ich gebe einen Takt vor, ihr müsst darauf reagieren, das ist wie ein Frage- und Antwortspiel“, erklärte Kheder. Der Arabic Jazz lässt dabei so viel Freiraum, dass auch mal eine dissonante Taktfolge gekonnt durch Meister Kheder wieder in den Reigen der „guten Töne“ zurückgeführt wird. „Nur keine Bange, man kann kaum was falsch machen“, munterte der Taktgeber seine Mitspieler auf. Nach den ersten Lektionen drinnen ging es ins Freie, wo dann „wie im Busch“ weiter getrommelt wurde.

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