Viel „getankt“ und wenig an...

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Die mehrstündige Suche der Polizei war letztlich für die Katz’.

Egelsbach/Langen ‐ Eine Vermisstensuche mit Happyend hat am frühen Sonntagmorgen ein Polizeiaufgebot der Präsidien Südosthessen und Südhessen sowie die Feuerwehren von Egelsbach und Langen auf Trab gehalten. Von Holger Borchard

Ausgelöst hatte den Einsatz gegen 1 Uhr die Meldung aus dem Wohngebiet Brühl, dass eine Gruppe Jugendlicher mit Stöcken um sich schlagend durch die Gegend ziehe. Die Polizei traf vor Ort tatsächlich auf eine Gruppe junger Leute in „alkoholisiertem Zustand“. Diese wiederum erklärten den Beamten, dass ein Mitglied der Truppe verloren gegangen sei, das man nun suche – ausgerechnet jenen, der am meisten „getankt“, aber am wenigsten wintertaugliche Kleidung anhatte...

Der daraufhin ausgelöste Suchalarm entwickelte sich zu einer größeren Sache, wie Polizeipressesprecher Henry Faltin zusammenfasst. „Weil die Jugendlichen angaben, dass ihr Kumpel vorhatte, nach Langen zu laufen, wurde die Feldgemarkung zwischen Egelsbach und Langen unter Mithilfe der Feuerwehren durchkämmt. Da aber nicht auszuschließen war, dass der junge Mann die Orientierung verloren hatte, wurde auch das Darmstädter Präsidium eingeschaltet, dessen Kräfte die andere Richtung absuchten.“

Die mehrstündige Suche war letztlich für die Katz’; die Geschichte nahm dennoch das erhoffte gute Ende: „Am Sonntagmorgen gegen 8.45 Uhr meldete sich der Vermisste telefonisch daheim. Er war wie angekündigt nachts nach Langen gelaufen, hatte bei dem Kumpel übernachtet und war morgens wohl nicht topfit, aber immerhin wohlauf“, resümiert Faltin.

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