Die Krise scheint überwunden:

Vogelschützer haben Aufwind

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Der neu gewählte Vorstand des Egelsbacher Vogelschutz- und Zuchtvereins mit (von links) Vorsitzendem Klaus Sperling, Petra Trulsen, Brunhilde Schumacher, Jürgen Schinko und Karin Sperling. Beim Fototermin fehlte Ursula Peschek. 

Egelsbach - Mit deutlich verjüngtem Führungsteam will der Vogelschutz- und Zuchtverein Egelsbach nicht nur den Fortbestand sichern, sondern seine Tätigkeit wieder ausweiten. Dabei soll auch die Vogelpflegestation reaktiviert werden.

Es scheint, als hätte der große Uhu mitbekommen, dass es frischen Aufwind im Vogelschutz- und Zuchtverein Egelsbach gibt: Mit einem kräftigen Flügelschlag schwingt er sich aus seinem „Versteck“ in der Voliere und beobachtet mit großen Augen, was sich auf dem Hof tut. Dort stellt sich gerade der neu gewählte Vorstand zum Gruppenfoto auf.

Dabei hatte die Zukunft des Vereins vor einem Jahr noch reichlich düster ausgesehen: Langjährige Vorstandsmitglieder kündigten aus Altersgründen ihren Rückzug an, Nachfolger aber waren nicht in Sicht. Nach vielen Gesprächen und einer außerordentlichen Mitgliederversammlung dann zumindest Licht am Horizont: Neue Mitglieder bekundeten ihr Interesse, sich auch im Vorstand zu engagieren. Und genau das wurde jetzt bei der Mitgliederversammlung bei den Wahlen offiziell vollzogen.

Das Treffen erfuhr mit über 40 Anwesenden eine überraschend große Resonanz. Vorsitzender Klaus Sperling beleuchtete nicht nur die vorbildliche Arbeit des Vereins, sondern beschwor auch den Idealismus der Vogelschützer. „Dieser Verein hat in der Vergangenheit Vorbildliches geleistet und wir sind es den Gründern als auch dem Vogelschutz schuldig, dieses Vermächtnis fortzuführen“, so Sperling.

„Glücklicherweise hat sich ein neues, jüngeres Team gefunden, das sich bereit erklärt hat, sich mit großem Engagement für den Vogelschutz einzusetzen“, verkündete der Vorsitzende vor der Neuwahl. Die große Mehrheit der Anwesenden erkannte dies an und sprach den Kandidaten das Vertrauen aus. Vorsitzender bleibt Klaus Sperling, sein Stellvertreter ist Jürgen Schinko. Petra Trulsen wurde zur neuen Kassiererin gewählt, Brunhilde Schumacher zu ihrer Stellvertreterin. Schriftführerin ist Ursula Peschek, ihre Vertreterin Karin Sperling.

„Wir werden alles tun, um den traditionsreichen und verdienstvollen Verein in seinem Fortbestand zu sichern“, versprach Klaus Sperling. So soll die Vogelpflegestation wieder aktiviert werden, um verletzte Greif- und Rabenvögel aufzunehmen. Eine entsprechende Kontaktaufnahme ist über die Tierarztpraxis Sperling (Tel.: 06103/9241078) möglich. Gesucht werden weiterhin freiwillige Helfer, die an Samstagen die Volieren und das Gelände säubern sowie verschiedene weitere Arbeiten übernehmen. Wer helfen will, kommt einfach auf dem Gelände des Vogelschutz- und Zuchtvereins, Auf der Trift 4, vorbei. (lfp)

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