Mit Vollgas in die Hauptstadt

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Tempo und Grazie brachte die Prinzessinnengarde auf die Bühne. Die Vorlage zur schwungvollen Polka kam selbstredend ebenfalls aus Berlin – „Lasse Redn“ von den Ärzten. Das gefiel nicht nur Angie, Barrack und dem Elferrat im Tourbus.

Egelsbach ‐ Touristenbus im Eigenheim? Ein Weihnachtsmann im Januar? Den echten Jecken wundert nix – in Elschbach herrscht die Narrenschar! Von Jenny Bieniek

Mit Vollgas brach die KGE am Samstag in der ersten Fremdensitzung zur närrischen Stadtrundfahrt durch die Bundeshauptstadt auf. Getreu dem diesjährigen Motto „Narren on tour – Berlin pur“ wurden Angela Merkel nebst Fußvolk sowie Barack Obama stilecht im Doppeldecker-Tourenbus zu den Sehenswürdigkeiten Berlins kutschiert. Die mobile Kulisse amüsierte das Publikum dabei ebenso wie der immer wiederkehrende – und jeden Berlinkenner zum Lachen bringende – Hinweis: „Ausstieg ist rechts, links sehen Sie die Siegessäule“.

Dem seit einer Woche amtierenden 60. Prinzenpaar der KGE, Frank II. und Petra I., ist die Hauptstadt ebenfalls nicht fremd. „Mit Berlin kennt Ihr Euch aus, die Prinzessin war dort mal zu Haus“, verriet Sitzungspräsident Gerold Wurm. Die Klammern- und Prinzessinnengarde sorgten mit schwungvollen Polkas zu Musik von Sarah Connor und den Ärzten für Unterhaltung, das Quartett „Nick Nacks“ um Laura Gärtner hieß das Narrenvolk gesanglich „Herzlich Willkommen“.

Bilder der KGE-Fremdensitzung und des Flugplatzsturms

KGE-Fremdensitzung und Flugplatzsturm

Begleitet von viel zustimmendem Applaus nahm sich „Regierungssprecher“ Thomas Geiß im „Bericht zur Lage der Nation“ zur Swing-Version der Nationalhymne der Themen des vergangenen Jahres an – und da gab es einiges. Auf Bundesebene kam man an abhanden gekommenen Dienstwagen, Abwrackprämie oder Schweinegrippe , auf globaler Ebene am Tod des „King of Pop“ nicht vorbei. Im Ort sorgten dagegen Bürgerentscheid zum Flugplatz, Schoppepetzer-Clinch, neue Sporthalle und ein verhinderter Linienbus für Gesprächsstoff.

Wer’s verpasst hat: An den nächsten beiden Samstagen (31. Januar/6.Februar) gehen im Eigenheim die zweite und dritte Fremdensitzung über die Bühne. In diesem Sinne: Ein dreifach donnerndes „Elschbach – helau!“

Dann wurde es weihnachtlich in der Narrhalla Eigenheim: Der wehleidige Weihnachtsmann alias Elferrats-Mitglied Frank Stornfels klagte über unbezahlte Überstunden, per SMS verschickte Wunschzettel und zu eng gewordene Kamine. Voller Hoffnung wandte er sich ans Publikum: „Kann man des bringe und Weihnachtslieder an Fasching singe?“ Man kann. Kurz darauf stimmten die gut besetzten Reihen im Saal „Lasst uns froh und munter sein“ und „Leise rieselt der Schnee“ an.

Optisches Highlight des Abends war unangefochten das Egelsbacher Männerballett „Lido Girls“, das in elegant-geringelter Einteiler-Bademode und ansprechender Choreographie die Lacher auf seiner Seite hatte. Mit unerreichter Anmut und Mut zum modischen Fauxpas tappten die Herren der Schöpfung in Schwimmflossen und Badekappen über die Bühne und begeisterten das Narrenvolk mit ihrer Version des Klassikers „Pack die Badehose ein“.

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