Wassereinbruch in der Brühl-Kita

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Mehrere Jahrzehnte alt und nicht mehr ganz dicht: Der Altbau der Kita Im Brühl hat ein Problem mit dem Flachdach. Die Eltern fürchten um die Gesundheit ihrer Kinder. Doch Bürgermeister Moritz betont, dass der Schaden schnell behoben werden soll.

Egelsbach - Für die Kinder im Altbau der Kita Im Brühl kommt das Wasser derzeit nicht nur aus dem Wasserhahn. Es kommt auch von oben, durch das Dach – und das nicht gerade in geringen Mengen, klagen die Eltern. Von Markus Schaible

Das Problem trete schon seit Jahren immer wieder auf – und seit Herbst massiv. Vonseiten der Gemeinde werde zwar gehandelt, aber viel zu langsam, betonen Maike Mehner, Manuela Prehn und Claus Neumann vom Elternbeirat. Ihre Befürchtung: eine Gesundheitsgefährdung der Kinder durch Schimmel.

„Wenn es regnet, stehen morgen drei Wannen voll mit Wasser auf dem Boden“, sagt Manuela Prehn. „Die Erzieherinnen kommen und das erste, was sie tun müssen, ist wischen.“

Drei Gruppen sind in dem Altbau

Drei Gruppen sind in dem Altbau, der mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel hat, untergebracht. Seit mindestens vier Jahren gebe es immer wieder Wasserschäden, berichtet Claus Neumann, der stellvertretender Gesamtelternbeiratsvorsitzender ist. Es sei in dieser Zeit immer wieder am Flachdach gearbeitet worden – „aber sie haben es nicht geschafft, es dicht zu bekommen“. In den letzten Monaten habe sich die Lage nun zugespitzt. Das Dach sei von innen im Eingangsbereich zu einem der Gruppenräume geöffnet worden, um nachzusehen. Geschlossen worden sei es bisher nicht wieder.

„Das Wasser läuft an den elektrischen Leitungen runter“, so die Elternvertreter. Und es sammele sich in den Lampenschirmen. Betroffen sei auch die benachbarte Küche, in der es Starkstromanschlüsse gibt. „Zum Glück sind die an der Wand auf der anderen Seite, die derzeit noch nicht betroffen ist“, sagt Claus Neumann.

„Die Arbeitsschritte laufen, aber viel zu langsam“

Die Gemeinde handelt nach Ansicht der Eltern nicht schnell und entschlossen genug: „Die Arbeitsschritte laufen, aber viel zu langsam“, findet Neumann. Und in den vergangenen fünf Monaten sei eigentlich gar nichts passiert. Die Befürchtung des Elternbeirats: Nachdem nun der Neubau eines Familienzentrums in unmittelbarer Nachbarschaft beschlossen sei, solle für das alte Gebäude kein Geld mehr ausgegeben werden. Immerhin sei, wenn in späteren Jahren die Kinderzahlen wieder zurückgehen, ein Abriss vorgesehen.

Letzteres bestätigt auch Bürgermeister Rudi Moritz. Doch von Untätigkeit auf Seiten der Gemeinde will er nichts wissen: Das Dach sei bereits früher ausgebessert worden, was die Probleme dann auch für eine Zeit lang beseitigt habe. Aber es komme eben immer wieder zu neuen Lecks, die aber „nicht so schlimm“ seien.

Gemeinde will Nägel mit Köpfen machen 

Doch jetzt wolle die Gemeinde Nägel mit Köpfen machen – und zwar schon ab dem heutigen Montag, kündigt Moritz an: „Zuerst kommt der Kies runter, damit wir sehen, wie es darunter aussieht. Wenn wir die betroffenen Stellen dann ausbessern können, werden wir das tun.“

Sollte eine Reparatur nicht mehr möglich sein, komme zuerst einmal eine Plane darüber, damit kein weiteres Wasser in die Kindertagesstätte eindringe. „Dann lassen wir einen Kostenvoranschlag für ein neues Dach erstellen“, sagt der Bürgermeister. Und dann müsse eine Entscheidung fallen, wie genau vorgegangen werde.

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