Ein einmaliges Prinzenpaar

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Nicht nur Prinzen- auch Ehepaar: Melanie und Stefan Pogadl. Die 27-jährige Grundschullehrerin lernte den 28-jährigen Lehramtsstudenten 2005 bei der OKV-Jubiläumskampagne kennen

Offenbach - Am kommenden Samstag werden Prinzessin Melanie II. und Prinz Stefan I. in den lederanischen Hochadel erhoben. Unser Redaktionsmitglied Katharina Hempel sprach mit den beiden Narren.

Melanie und Stefan, welches Fastnachtslied singt Ihr am liebsten mit? Welches könnt ihr nicht mehr hören?

Wir mögen eigentlich alle Fastnachtslieder, speziell die Klassiker wie „Ole, Ole, Fiesta“ und natürlich den „Ledermarsch“.

Manfred Roth, Vorsitzender des Offenbacher Karnevalvereins, nennt Euch „karnevalistisch vorbelastet“. Wieso das?

Melanie: Ich bin 1994 von Hamburg nach Offenbach gezogen. Seit dieser Zeit bin ich mit der Fastnacht verbandelt. Zunächst als Funkenmariechen und dann selbst als Trainerin der jungen Tanzgarde der GEMAA-Elfer. Später wurde ich auch noch Mitglied im Damen-Komitee, bei den OKV -Sternen.

Stefan: Ich bin seit Kindesbeinen im Karneval unterwegs. Bereits als Fünfjähriger habe ich mit Gesangsauftritten auf den Bühnen Offenbachs für Stimmung gesorgt. Später war ich RAGA Jugendelfer-Präsident und 2000 wurde ich Adjutant des Lederanischen Prinzenpaares.

Warum wolltet Ihr Prinzenpaar werden?

Wir glauben, dass jeder, der mit der Fastnacht etwas anfangen kann, gerne einmal Prinz oder Prinzessin seiner Heimatstadt wäre. Wir fühlen uns deshalb sehr geehrt, unser Offenbach in der Fastnacht als Prinzenpaar repräsentieren zu dürfen.

Wie finanziert Ihr eure Kampagne?

Wenn man einmal Prinzenpaar sein will, ist man sich im Klaren, dass das nicht zum Null-Tarif zu haben ist. Wie für einen Urlaub haben wir für dieses Ereignis etwas zur Seite gelegt.

Beschreibt bitte mal einen typischen Faschingstag des Prinzenpaars.

Obwohl wir schon einige Kampagnen hautnah mitbekommen haben, können wir nur spekulieren. Wie es tatsächlich sein wird, wird uns die Praxis zeigen. Bereits der jetzt vorliegende Terminkalender zeigt uns, dass bis Aschermittwoch nicht viel Zeit für private Vergnügungen bleiben wird. Wir denken, jeder Tag wird anders, aber ein besonderer werden.

Wieviel Zeit braucht ihr, damit aus Melanie und Stefan Pogadl das Prinzenpaar in voller Ausgangsmontur wird? Worauf müsst Ihr dabei besonders achten?

Melanie: Die meiste Zeit verbringe ich als Prinzessin bei unserer Hoffriseurin Karin Wagner, die für Frisur und Outfit verantwortlich ist. Der Zeitaufwand, das Staatskleid, beziehungsweise die Prinzenuniform anzuziehen, ist vergleichsweise gering. Insgesamt rechnen wir mit etwa drei Stunden.

Eure Vorgänger, Lothar I. und Jutta I., waren 2004 zum ersten und 2005 zum zweiten Mal Prinzenpaar. Könnt Ihr euch auch vorstellen, nächstes Jahr den Thron ein zweites Mal zu besteigen?

Grundsätzlich glauben wir, dass Prinzenpaar zu sein, eine einmalige Sache ist. Bei Lothar und Jutta Roos war die Kampagne bereits als Doppelkampagne angelegt, da 2005 ein Jubiläum war. Wir glauben, wir halten es mit dem Lied „Einmal Prinzenpaar zu sein in Offenbach am Main“.

Melanie, was sagen Deine Schüler dazu, von einer Prinzessin unterrichtet zu werden? Und wie waren die Reaktionen bei Deinen Kollegen?

Melanie: Die Freude ist riesengroß in meiner Klasse, bei den Schülern und auch bei meinen Kollegen. Ich beabsichtige, die Schule mit meinem Prinzen und dem Hofstaat in der Kampagne zu besuchen, worauf sich alle heute schon freuen.

Stefan, wie findet es Dein Onkel, der Fastnachtsbarde Georg Gruse, dass sein ehemaliger Gesangspartner nun Prinz geworden ist?

Stefan: Leider ist es ihm aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich, die Kampagne aktiv zu verfolgen.

Auf welche Sitzung, welchen Umzug freut Ihr Euch am meisten?

Jede Veranstaltung hat ihren eigenen Charakter. Wir freuen uns auf jede bis zum Abschluss. Ein Höhepunkt ist sicherlich unsere Krönung, das „Feuerwerk der guten Laune“ am 21. Januar in der Stadthalle. Wir erwarten Gäste aus der Karnevalshochburg Köln und das Frankfurter Prinzenpaar. Spannend wird es sicherlich auch mit Bodo Bach, der bestimmt die Halle zum kochen bringen wird. Ein weiterer Höhepunkt wird die Kappenfahrt am Fastnachtsdienstag in Burgilla sein.

Wie sieht Euer Kontrastprogramm zum Karneval aus? Was macht Ihr, um abzuschalten und aufzutanken?

Unser Terminkalender ist bereits so voll, dass das Kontrastprogramm bis Aschermittwoch warten muss.

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