Anwohner beklagen Missbrauch, Aussehen und Lärm

Ärger mit den Containern in Eppertshausen

Vor den Containern liegen die herausgeholten Kleidungsstücke.
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Vor den Containern liegen die herausgeholten Kleidungsstücke.

Aufgebrochener Kleider-Container, herumliegende Klamotten und daneben noch viel Müll: Die Anwohner der Berliner Straße an der Ecke zur Schillerstraße in Eppertshausen sind genervt. Nachdem dort schon seit vielen Jahren Glascontainer aufgestellt sind, kam im März noch ein Altkleider-Container des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) dazu.

Eppertshausen - Und der wurde Mitte Juli aufgebrochen. Seitdem liegt der Großteil des Inhalts nass und verdreckt davor herum. Als wäre das nicht genug, tauchen dort noch jeden Tag Menschen auf, die sich die Kleidung nehmen und anprobieren, berichten die Anwohner Josef Riehl, Carsten Böhmer und Carsten Jäschke. „Außerdem werden die nicht passenden Altkleider den ganzen Waldweg am Ortsrand bis zum Sportgelände beziehungsweise Johannishof einfach achtlos hingeworfen“, erzählen sie verärgert. „Wenn wir beim DRK anrufen, wird uns immer ein Rückruf versprochen“, erzählen Riehl, Böhmer und Jäschke, „den haben wir aber bis jetzt noch nicht erhalten.“

Beispielsweise hätten sie sich Mitte Juli direkt als ihnen aufgefallen ist, dass die Tür des Containers aufgebrochen ist, beim Kreisverband gemeldet. Geschehen ist dann längere Zeit nichts. Frank Herbrik, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Dieburg, hat die Beschwerde erhalten und diese an den Betreiber weitergegeben. Denn auch wenn DRK auf Container steht, ist ein anderer Betreiber für die regelmäßige Abholung und die Reparatur zuständig. Außerdem monieren die Anwohner, dass der Container seit seiner Aufstellung noch nicht geleert worden sei. Herbrik widerspricht aber. Das sei nicht richtig. Laut Protokoll werde der Altkleider-Container einmal pro Woche angefahren und geleert. Allerdings gebe es fast überall das Problem, dass sie nur kurze Zeit nach der Leerung wieder voll seien. „In der Corona-Pandemie hatten beispielsweise viele Leute Zeit, daheim auszumisten, und haben daher ihre Kleidung gespendet“, erklärt Herbrik einen möglichen Grund. Ein weiterer: „Die Menschen wollen den Flutopfern etwas gutes tun und spenden ihre Klamotten. Wenn da einer mit sechs Säcken kommt, ist der Container eben gleich wieder voll.“

Zuletzt sei es etwas besser geworden, sagt auch DRK-Ortsvereinsvorsitzender Peter Schilling. „Wenn ich in den vergangenen Tagen vorbeigefahren bin, sah es dort recht ordentlich aus“, sagt er, „das kann aber auch tagesformabhängig sein.“ Die Sorgen der Anwohner kann er aber auch verstehen. Schließlich wolle niemand gerne direkt gegenüber von solchen Containern wohnen, wenn diese immer dreckig sind.

Auch bei der Gemeindeverwaltung haben Riehl, Böhmer und Jäschke bereits kontaktiert. Die Container stünden weit oben auf der „Prio-Liste“, erklärt Volker Murmann, Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung“. Schließlich gebe es damit immer wieder Probleme. Und das nicht nur in Eppertshausen. Diesbezüglich sei man auch in stetigem Austausch mit benachbarten Kommunen wie Münster, wo es ähnliche Probleme gibt. Zweimal pro Woche fahren Gemeindemitarbeiter sowieso die Glascontainer im Ort ab. Dabei räumen sie auch den Dreck drumherum auf – unter anderem die Klamotten wieder zurück in die Container. Auch zum DRK habe man nach Beschwerden mehrfach Kontakt aufgenommen. Dort gab es jedes Mal die gleiche Rückmeldung, dass die Container regelmäßig geleert werden.

Doch alle Versprechen, auch wenn sie eingehalten werden, bringen die Anwohner nicht weiter. Denn die haben neben dem Lärm (Jäschke: „Am schlimmsten ist es, wenn die Flaschen laut auf dem Boden des leeren Containers aufschlagen.“) und Dreck durch die Glascontainer nun auch noch die Altkleiderboxen direkt vor dem Haus – inklusive herumliegender Klamotten. (Lars Herd)

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