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Sommerfest mit Live-Musik des TAV zieht zahlreiche Besucher nach Eppertshausen

Der Musikverein Viktoria 08 Ober-Roden untermalte das Fest musikalisch.
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Der Musikverein Viktoria 08 Ober-Roden untermalte das Fest musikalisch.

„Es gibt ja sonst nichts an Veranstaltungen. Das alleine ist ein Grund, das TAV-Sommerfest gut zu finden“, sagt die dreiköpfige Familie, die am Sonntagnachmittag ihr Mittagessen auf dem großen Freigelände des mitgliederstärksten Vereins im Ort einnimmt.

Eppertshausen – Während auch an anderen Tischen Bratwürste und Steaks genossen werden und Kinder freudestrahlend ihre Pommes in Ketchup tunken, spielt der Musikverein Viktoria 08 Ober-Roden auf. Bereits am Abend zuvor war das Sommerfest mit der Möglichkeit zur geselligen Zusammenkunft gestartet. Hier meinte ein Besucher, dass bekanntermaßen alle anderen Eppertshäuser Vereine ihre Veranstaltungen wegen Corona frühzeitig abgesagt haben – nur nicht der TAV.

Dass der Mehrspartenverein abwartete, kann Vorsitzende Elke Arntz-Müller erklären: „Unser Ziel ist immer, das Vereinsleben zu stärken und auch der Öffentlichkeit Raum zu geben, sich zu treffen.“ Nach den Einschränkungen der letzten Monate sind für sie Festangebote dieser Art nötiger und wichtiger denn je.

Das Hygienekonzept erlaubte, dass sich 250 Personen gleichzeitig auf dem TAV-Gelände befinden durften. Eine Voranmeldung war nicht nötig. Am Eingang gab es einen Sicherheitspunkt, an dem Namen und Adressen notiert und die aktuelle Gästezahlen im Blick behalten wurden. Farbige Armbändchen unterstützten, zwischen Besuchern und den Helfern zu unterscheiden.

Dass das Ausrufen eines Festes in Pandemie-Zeiten mit reichlich Aufwand verbunden ist, davon können alle, die beim TAV an der Vorbereitung beteiligt waren, ein Lied singen. „Die letzten zwei Wochen waren eine harte Zeit für uns“, berichtet die Vorsitzende. Angefangen mit der Essensplanung und dem Unterhaltungsangebot, über die Gewinnung von Helfern inklusive der Dienstplanorganisation, bis hin zum Hygienekonzept war eine Menge Arbeit zu leisten. Über allem schwebte stets ein Damokles-Schwert, verbunden mit der Ungewissheit, wie sich die Pandemie weiterentwickelt und welche Auflagen ganz plötzlich auftreten können.

„Die Verantwortlichen haben einen tollen Job gemacht“, lautet das Resümee von Arntz-Müller. Einen besonderen Dank schickt sie an Sibylle Heckwolf, Hammad Maloul, Lothar Müller, Petra Herd sowie an Sybille und Andreas Frank. Alleine oder als Kopf eines Teams hätten sie wesentlich zum Erfolg des Festes beigetragen.

Sowohl am Samstagabend als auch den ganzen Sonntag über trudelten unaufhörlich Besucher ein, die das Gelände gemäß den Vorgaben füllten. „Unsere oberste Priorität lag eindeutig auf den Maßnahmen, die der Verbreitung von Covid-19 entgegenwirken und eine Nachverfolgung sicherstellen. Wir bauten darauf, dass unsere Gäste Verständnis und Zeit für eventuelle Verzögerungen mitbringen, die sich aus der Einhaltung des vorgeschriebenen Hygienekonzepts ergeben“, äußerte der TAV-Vorstand. Zudem sei man mit dem Verlauf und der Resonanz der Bürger sehr zufrieden. Nun trete die Hoffnung in den Vordergrund, dass die „Büchse der Pandora“ – damit ist die Box mit den Registrierungsbögen der Besucher gemeint – nach vier Wochen ungeöffnet in den Schredder wandern kann.

Für den TAV-Vorstand lässt sich die gegenwärtige Ausnahmezeit nur überstehen, wenn das gesellschaftliche Leben weitergeht, parallel aber alle Corona-Regeln konsequent eingehalten werden. „Wir hoffen, dass wir diese Außenwirkung ausstrahlen. Schön wäre es, anderen Vereinen und Institutionen Mut gemacht zu haben, es genauso zu tun“, so Arntz-Müller. (Von Michael Just)

Das TAV-Sommerfest erhielt einen sehr guten Besucherzuspruch.

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