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Bürger warten in Eppertshausen bis zu fünf Stunden auf Corona-Impfung

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Von: Lars Herd

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Schon um 11 Uhr morgens haben die ersten Bürger vor der Eppertshäuser Bürgerhalle gestanden. Bei frostigen Temperaturen warteten einige Personen bis zu fünf Stunden auf ihre Impfung.
Schon um 11 Uhr morgens haben die ersten Bürger vor der Eppertshäuser Bürgerhalle gestanden. Bei frostigen Temperaturen warteten einige Personen bis zu fünf Stunden auf ihre Impfung. © Helfmann/p

Die Impfaktion am Donnerstag in der Eppertshäuser Bürgerhalle war ein voller Erfolg. 275 Menschen haben sich gegen das Coronavirus impfen lassen, davon waren 104 Erst-, vier Zweit- und 167 Boosterimpfungen.

Eppertshausen – Der Aufwand hat sich gelohnt: 275 Personen haben sich am Donnerstag in der Eppertshäuser Bürgerhalle gegen das Coronavirus impfen lassen – darunter immerhin 104 Erstimpfungen, was einen Anteil von 38 Prozent bedeutet. „Das freut mich besonders“, betont Bürgermeister Carsten Helfmann. „Das ist ein Erfolg im Kampf gegen das Virus.“ Ein Grund für die hohe Zahl an Erstimpfungen ist sicherlich, dass sich diejenigen angesichts der nun wieder verschärften Corona-Regeln nicht jeden morgen vor der Arbeit testen lassen wollen.

„Das spielt sicher eine Rolle“, sagt Helfmann. Neben den Impf-Neulingen haben sich vier Personen ihre Zweitimpfung und 167 Menschen den Booster abgeholt. Die meisten Teilnehmer der Impfaktion waren junge Leute, erzählt der Bürgermeister. Und das, obwohl die Gemeinde die über 70-Jährigen sogar angeschrieben hatte: „Aber die meisten davon haben wahrscheinlich schon einen Termin beim Hausarzt und nehmen den auch wahr.“

Der Aufbau hat sich gelohnt: 275 Personen haben sich am Donnerstag ihre Corona-Impfung in Eppertshausen abgeholt, 104 davon ihre Erstimpfung.
Der Aufbau hat sich gelohnt: 275 Personen haben sich am Donnerstag ihre Corona-Impfung in Eppertshausen abgeholt, 104 davon ihre Erstimpfung. © Helfmann/p

Vom großen Andrang war der Rathauschef ziemlich überrascht. Obwohl die Aktion erst um 14 Uhr losging, standen die ersten Personen schon drei Stunden vorher vor der Bürgerhalle. Zu Spitzenzeiten erstreckte sich die Schlange laut Helfmann über die Waldstraße gute 200 Meter bis zur Katholischen Kita. Teilweise haben Leute damit bis zu fünf Stunden auf ihre Impfung gewartet. „Und das bei den Temperaturen“, erinnert Helfmann, „da hatten sie Glück, dass es trocken war.“ Gut war auch, dass es keinenÄrger gab. „Das war wirklich toll, die Leute haben sich vernünftig angestellt und hatten alle gute Laune.“

Das Impfteam des Deutschen Roten Kreuzes musste am Ende eine Stunde dranhängen und bis 20 statt 19 Uhr Spritzen geben. Um 15 Uhr mussten die Verantwortlichen dann den Stopp beim Anstellen einlegen. Jeder, der bis dahin schon in der Schlange stand, hat auch seine Impfung bekommen. „Wir wollten das unbedingt hinbekommen, dass jeder, der ansteht auch seine Impfung bekommt“, sagt Helfmann. Wer später kam, musste wieder heim, schließlich war der Impfstoff begrenzt. Dabei sind sie natürlich nicht nur auf Verständnis gestoßen, größere Probleme habe es aber nicht gegeben.

Übrigens: Aus Eppertshausen waren nur die wenigsten Besucher. Lutz Murmann, Armin Ouaajoura und Helfmann schätzen, dass mehr als drei Viertel der Bürger Nicht-Eppertshäuser waren. „Teilweise kamen Leute aus Offenbach, Frankfurt oder sogar Wiesbaden“, sagt Helfmann. „So hatten auch einige Eppertshäuser keine Chance.“ Das soll bei der zweiten Impfaktion in knapp drei Wochen am 16. Dezember anders sein. Dann will die Gemeinde den Eppertshäusern den Vortritt gewähren, wie das geschehen soll, muss noch geklärt werden.

Für die gesamte Aktion zieht Bürgermeister Helfmann ein positives Fazit: „Wir haben viel vorbereitet, das ist alles gut aufgegangen. Nur mit so einem großen Andrang hat keiner gerechnet. Alles in allem ist es gut gelaufen, die Aktion war ein großer Erfolg.“ (Lars Herd)

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