Desinfizierter Handschlag nach dem Eid

Zum vierten Mal als Bürgermeister Eppertshausens eingeführt: Carsten Helfmann

Seht alle her: Dieser Handschlag nach der Amtseinführung ist konform der Corona-Regeln. Stephan Brockmann, Lutz Murmann und Carsten Helfmann (von links) nach dem Amtseid.
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Seht alle her: Dieser Handschlag nach der Amtseinführung ist konform der Corona-Regeln. Stephan Brockmann, Lutz Murmann und Carsten Helfmann (von links) nach dem Amtseid.

Selbst mit den Akteuren hinter den Kulissen werden es am Freitagabend keine 50 Beteiligte und Gäste gewesen sein, die die Amtseinführung mit Vereidigung von Bürgermeister Carsten Helfmann direkt in der Bürgerhalle verfolgten. Doch hatten sich sicher viele Zuschauer live in die Videokonferenz zugeschaltet, die vierte Wiederholung solcher Zeremonie live mitzuerleben.

Eppertshausen – Und wahrlich, diese der Pandemie geschuldete „Premiere“ verlieh dem Akt hinter Masken der Akteure durchaus etwas Besonderes.

Die Übertragung aus dem großen Saal der Bürgerhalle ins weltweite Netz oblag dem langjährigen filmischen Chronisten Eppertshausens, Günter Maier. Die zahlreichen Grußbotschaften der Gratulanten, die den meisten Raum der rund 80-minütigen Veranstaltung einnahm, wurden per Video auf eine große Leinwand auf der Hallenbühne übertragen und gleichzeitig ins Netz gestreamt.

Der eigentliche Akt der Amtseinführung, vorgenommen nach den Vorschriften der Hessischen Gemeindeordnung in einer Gemeindevertretersitzung, nahm nur wenig Zeit in Anspruch. Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Stephan Brockmann, begrüßte und erläuterte die besonderen Bedingungen unter Corona. Sie ließen die Veranstaltung so außergewöhnlich gestalten. Den Amtseid nahm Helfmann Erster Beigeordneter Lutz Murmann ab. Und per Handschlag, auf den Brockmann und Helfmann nicht verzichten wollten, wurde das ganze besiegelt. Brockmann desinfizierte sich zuvor die Hände, Helfmann griff mit übergestreiftem blauen Latexhandschuh zu.

Es folgte der offizielle Gratulationsreigen für den heute dienstältesten Bürgermeister im Landkreis, der genau dort einmal als jüngster Bürgermeister begann.

Mit den werbewirksamen Worten: „Bleib so wie Du bist“, überreichte Brockmann einen Luftballon in Form einer 4, der den ganzen Abend kündete, wo der alte und neue Amtschef hinter seiner Maske auszumachen war. CDU-Fraktionsvorsitzender Ewald Gillner erinnerte den „lieben Carsten“ ans gemeinsame Angeln vor 30 Jahren und verband damit, was Helfmann bis heute nicht alles für dicke (Gewerbe-)Fische ans Eppertshäuser Land gezogen habe. Er wünschte sich und der Union, mit Helfmann auch weiterhin viele zukunftsorientierte Projekte verwirklichen zu können.

Etwas weiter holte SPD-Fraktionschef Günter Schmitt aus, als er ans gutbestellte Feld erinnerte, das Helfmann bei seinem ersten Amtsantritt in Eppertshausen vorgefunden habe. Mit Fleiß und Einsatz habe er den Ort weiter voran gebracht und die Einnahmen gewaltig erhöht. Was nicht zuletzt heute in Pandemiezeiten den Bürgern zugute komme, betonte der Genosse. Er lobte Helfmanns Omnipräsenz und sagte zum Alleinkandidat des vergangenen Urnenganges: „Das alles macht es fast unmöglich, einen zu finden, der bei Wahlen gegen Dich antritt.“

Damit war die offizielle Sitzung beendet, es folgte der Video-Gratulationsreigen. (Von Thomas Meier)

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