Beide Vereine verzichten auch 2022 auf die Saalfastnacht

DJK und FVCA sagen Fastnachts-Sitzungen ab

Der Bühnennachwuchs der DJK Münster muss 2022 ein zweites Mal in Folge pausieren.
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Der Bühnennachwuchs der DJK Münster muss 2022 ein zweites Mal in Folge pausieren.

Nach der FSV Münster (Spätsommer) und dem Karnevalverein Dieburg (vergangene Woche) haben nun auch die DJK Blau-Weiß Münster und der FVCA Eppertshausen ihre Fastnachtssitzungen 2022 abgesagt.

Münster/Eppertshausen –Die DJK Blau-Weiß Münster vermeldete das Aus für die Helau-Shows zum Auftakt ihres 100-jährigen Bestehens am Montag, die närrische Abteilung des Eppertshäuser Fußball-Vereins tat es am gestrigen Dienstag kund.

DJK Blau-Weiß Münster

„Nach vielen und langen Gesprächen mit dem Fastnachtsausschuss haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen, auch die diesjährige Kampagne zu beenden und auf unsere beliebten Sitzungen zu verzichten“, teilte die DJK Münster mit. Man habe sich die Entscheidung „nicht leicht gemacht und sie lange aufgeschoben, um flexibel auf die offiziellen Bestimmungen reagieren und Anpassungen am Veranstaltungskonzept vornehmen zu können“. Schließlich bedeute der Verzicht auf die Sitzungen „nicht nur im sozialen, sondern auch im wirtschaftlichen Sinn einen schwerer Schlag für einen Verein wie den unseren“.

Dennoch habe man „weder Aktive noch Gäste einem erhöhten Risiko in voller Halle aussetzen wollen. Wir wollen mit diesem Schritt unserer gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen, die zurzeit ein umsichtiges Handeln erfordert“, verkündete die DJK. Der Vorverkauf für die vier Sitzungen im Februar sei gut angelaufen und genau 222 Mitglieder hätten sich für Dienste an den Sitzungsabenden angeboten. Über die Rückabwicklung der Zahlungseingänge will der Verein demnächst informieren. Auf einen anderen Termin immerhin dürfen sich die Münsterer schon mal freuen: Die Hauptveranstaltung zum 100. Geburtstag der DJK Blau-Weiß soll an einem großen Jubiläumswochenende vom 10. bis 12. Juni 2022 zelebriert werden.

FVCA Eppertshausen

In Eppertshausen zog der FVCA am Montagabend die Reißleine und vermeldete seinen Beschluss tags drauf. „Die Motivation und Vorfreude, welche in dieser Zeit bei all unseren Närrinnen und Narrhallesen zum Vorschein kam, zeigte allen Beteiligten, dass unsere Fastnacht für viele mehr als nur irgendeine Feier im Jahr ist, an der man sich verkleidet und ,Helau’ ruft“, schrieb die „Carnevalsabteilung“ des FVE. Sei man bislang aber noch von Fastnachtssitzungen ohne Abstands- und Maskenpflicht unter der 2G oder auch 2G+-Regel ausgegangen, sei die Hoffnung auf eine Durchführung selbst unter dieser recht strikten Vorgabe in den vergangenen Wochen geschwunden.

Ein Foto von der FVCA-Sitzung im Februar 2020. Nach der Absage der Sitzungen 2022 bleibt die Bürgerhalle in närrischer Hinsicht zum zweiten Mal in Folge verwaist.

„Beinahe täglich lesen wir alle Berichte über die sich drastisch zuspitzende Lage rund um das Coronavirus in unserem Land.“ Dies seien „Berichte, welche es nahezu unmöglich machen, eine Vorhersage zu treffen, wie sich die Pandemie und somit auch die Gesetzeslage im neuen Jahr entwickeln wird“. Daher habe sich der Verein aus „Verantwortung unseren Mitgliedern und Gästen gegenüber“ zur Absage entschieden. „Auch für uns die Gesundheit das höchste Gut, was es zu schützen gilt.“

Der FVCA wird sich in naher Zukunft mit allen, die bereits Sitzungskarten erworben haben, in Verbindung setzen und über die Rückerstattung der Gelder informieren. Die Samstagssitzung im Februar war bereits fast ausverkauft gewesen, die Freitagssitzung etwa zur Hälfte. (Jens Dörr)

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