Eppertshäuser für Comedy-Preis nominiert und gebucht auf Hessentag

Ciro der Pizzabäcker dreht voll auf

Eppertshausen - Ciro Visone darf sich über eine besondere Ehre freuen: Er ist nominiert für den in Rüsselsheim zu vergebenden Showtreff-Fachmedienpreis in der Kategorie Comedy/ Gesang. Von Thomas Meier 

Der Preis wird seit 1990 von der Agentur Showtreff verliehen und genießt in der Branche nationalen Ruf. Doch auch sonst macht der Komiker derzeit von sich reden und bringt eine CD raus.
Der Eppertshäuser ist eigentlich bekannt als „Ciro, der Pizzabäcker“, und dies nunmehr gar im 20. Jahr seines bundesweiten Wirkens im Fernsehen. Über die Fastnacht schaffte er schnell den Sprung in die Wohnstuben der Nation, er trat und tritt auf in der ARD, gelangte dort als „Witzbold der Nation“ bei Verstehen sie Spaß zu höchsten Weihen, war vom SWR bei Frank Elstner in „Menschen der Woche“, im HR3 ist er fest gebuchter Karnevalist zu „Hessen lacht zur Fassenacht“ und auch auf Pro7 gastierte der singende Pizzabäcker im „Elton TV“. Derzeit dreht der Spaßmacher voll auf: Neben der Nominierung für den Fachmedienpreis arbeitet er an einem neuen Programm und er gab gerade erst eine erste Solo-CD heraus mit seinem Hit „Ciro mach Amore“.

Seine ersten Lebensjahre verbrachte der heute 56-jährige Neapolitaner in Italien, bevor er mit seinen Eltern 1966 nach Mühlheim zog, weil sein Vater Arbeit in Offenbach fand. „Viele Leute aus meiner Heimat leben noch heute in der Lederstadt, ich habe zu etlichen noch Kontakte“, sagt der Italiener.

Schon bald zog seine Familie nach Harpertshausen, dort und in Münster absolvierte er seine Schulzeit. In Eppertshausens Firma Larem lernte Visone von 1976 bis ’79 Zerspahnungsmechaniker, bis zur Schließung 1993 schaffte er dort, dann ging er zu MAN Roland nach Offenbach, heute arbeitet er in seinem Beruf bei Robolution in Weiterstadt.

Wichtige Ereignisse waren 1981, als er seine Frau Sonja kennenlernte, die er 1986 heiratete und mit der er Sohn Christoph (1986) und Tochter Julia (1991) hat. „Durch Sonja kam ich damals zur Fastnacht“, erinnert sich der humorvolle Italiener an seine ersten Auftritte im Männerballett des Eppertshäuser FVCA. Zusammen mit einem Freund machte er zwei Jahre lang Zwiegespräche aus der Bütt, bis er einen Soloauftritt als Mann mit Eheproblemen hinlegte. „Das kam gut an, und weil mich die Leute auf meinen italienischen Akzent ansprachen und ich bei meinem Bruder öfter in der Pizzeria ausgeholfen habe, kam mir schnell die Idee vom Pizzabäcker“, sagt Visone. Sein Markenzeichen war geboren.

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1996 hatte er seinen ersten Auftritt als Bäcker der Mafiatorte. Sogleich wurde er von einem Agenten der närrischen SKG Sachsenhausen angesprochen. Er müsse unbedingt auch in Frankfurt auftreten. Und dort entdeckte ihn 1997 Karl Oertl vom Hessischen Rundfunk, riet, der „Pizzabäcker“ solle sich bei der Sendung „Hessen lacht zur Fassenacht“ bewerben. „Das tat ich und wurde tatsächlich genommen“, strahlt Visone heute noch bei der Erinnerung. Darauf folgten 1998 und ’99 Fernsehauftritte bei der Inthronisation in Frankfurt und „Fröhliche Pfalz“ in Mainz. Schlag auf Schlag kamen viele Auftritte in Mainz, Wiesbaden und Mannheim. Bis er sich eigentlich eher zufällig – und um sein Idol Rudi Carrell kennenzulernen – bei der SWR-Produktion von „Verstehen Sie Spaß“ als „Witzbold der Nation“ bewarb.

Das Casting war für den Wahl-Eppertshäuser keine Hürde, und auch in der Sendung folgte das Publikum seinem Witz und Charme: Mit großem Abstand wurde er zum nationalen Clown erkoren. Die Weiterreichung zu Elstners „Menschen der Woche“ war logische Folge. Und bei einer Sitzung im Mainzer Schloss kam Elton von Stefan Raab und bat den Pizzabäcker, mit ihm in die Bütt zu steigen: „Das war eine riesen Gaudi.“

Doch nicht nur im TV tummelt sich der Spaßmacher aus Napoli. Er ist Alleinunterhalter bei Jubiläen, Firmen- und Betriebsfeiern oder „Veranstaltungen der besonderen Art“. Und man kann ihn für einen zweistündigen Comedy-Abend mit seinem Partner Harry Borgner, einen Stimmenimitator und Kabarettisten, buchen. Letzteres machte übrigens jetzt die SPD für Freitag, 23. Juni. Im Sportheim der SV Erzhausen geben die Komiker ihr neues Programm „Pizza trifft Spundekäs’“.

Aktives Mitglied des Mainzer Narrenclubs

Im ganzen Land tritt der Umtriebige auf, nur gilt der Prophet im eigenen Ort eher weniger. Hier füllte er zwar vor zwei Jahren bei einem Auftritt in der Bürgerhalle mal den kompletten großen Saal, „doch war dies mehr eine Ausnahme“, sagt das aktive Mitglied des Mainzer Narrenclubs. Dafür kann man den Pizzabäcker live beim Hessentag in Rüsselsheim am Freitag, 17. Juni, erleben. Dann macht Ciro Amore, und zwar zur groß beworbenen „Italienischen Nacht zwischen“ Auftritten von Gianna Nannini und Zucchero.

Seine CD mit dem närrischen Amore-Schmachtfetzen, komponiert und getextet von der Mainzer Edel-Narrenfeder Oliver Mager, ist übrigens unter ciro.visone@t-online.de zu beziehen.

Rubriklistenbild: © Th. Meier

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