Eppertshäuser Gemeindevertreter beschließen Sanierung des Abschnitts auf eigener Gemarkung

Neue Decke für den Radweg

Vor allem von Schülern wird der Fuß- und Radweg zwischen Eppertshausen und Münster häufig genutzt. Nun soll er – zumindest auf Eppertshäuser Boden – saniert werden.
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Vor allem von Schülern wird der Fuß- und Radweg zwischen Eppertshausen und Münster häufig genutzt. Nun soll er – zumindest auf Eppertshäuser Boden – saniert werden.

Radfahrer zwischen Eppertshausen und Münster dürfen sich freuen: Der parallel zur L 3095 verlaufende Radweg zwischen den beiden Orten, der von vielen jungen Eppertshäusern auch als Schulweg genutzt wird, wird saniert – zumindest teilweise.

Eppertshausen – Die Gemeinde Eppertshausen wird den Radweg zwischen Eppertshausen und Münster bis zur Gemarkungsgrenze sanieren. Ab dort bleibt der Weg auf dem Münsterer Boden zunächst einmal wie er ist. Zum einen sieht Münsters Bürgermeister Joachim Schledt (parteilos) nicht den Bedarf, den Weg jetzt sanieren zu müssen. Zum anderen liegen bei der klammen Gemeinde die Prioritäten anders.

Im Gegensatz zu Eppertshausen: Wie die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Mittwochabend in der Bürgerhalle mehrheitlich beschlossen haben, soll die Deckschicht des Fuß- und Radweges von der Brückenstraße bis zur Gemarkungsgrenze nach Münster grundhaft saniert werden. Die erforderlichen Mittel sind im Haushaltsplan 2022 einzustellen. Mögliche Zuschüsse sind zu generieren. Voraussetzung für die Maßnahme ist eine öffentliche Förderung in Höhe von etwa 50.000 Euro.

Manfred Hechler (SPD) regte zusätzlich noch an, ein Grabensystem zu prüfen. Also, dass das Wasser bei starken Regenfällen in einen kleinen Graben neben dem Rad- und Fußweg abläuft und über das System in den Langwiesenbach abgeleitet wird. Dem schloss sich auch Kai Schmidt, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, an. Er ergänzte auch, dass er bei der Umsetzung zwar auf die Beteiligung der Gemeinde Münster gehofft habe, aber da der Weg in Eppertshausen schlimmer aussehe und das Flicken des Weges nicht möglich sei, sei der Schritt notwendig.

Hans-Dieter Lehnen (CDU) sagte mit Blick auf das Grabensystem, dass man bei der Planung zunächst schauen müsse, wie stark das Gefälle bis zum Bach ist. Ohne Gefälle müsste schließlich viel gegraben werden, was wiederum höhere Kosten mit sich ziehen würde.

Lediglich die FDP-Fraktion stimmte – neben einzelnen CDU- und SPD-Fraktionsmitgliedern – geschlossen gegen die Sanierung des Weges. „Der Radweg hält und wir sehen die Prioritäten wo anders“, sagte Fraktionschef Thorsten Weber.

Bereits in ihrer Sitzung im Dezember vergangenen Jahres haben die Gemeindevertreter in der alten Legislaturperiode über den CDU-Antrag abgestimmt und beschlossen, dass seitens der Verwaltung die finanziellen und zeitlichen Möglichkeiten zur Sanierung des Fuß- und Radweges geprüft werden sollen. Seitens der Bauverwaltung wird eine Deckensanierung empfohlen.

Für den Bereich der Gemarkung Eppertshausen ist mit Kosten von knapp 200.000 Euro für den etwa 560 Meter langen und vier Metern breite Weg zu rechnen. Die Herstellungskosten werden im Haushaltsplan 2022 eingestellt. Baubeginn könnte im Spätsommer oder Herbst des nächsten Jahres sein. (Von Lars Herd)

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