Corona-Pandemie

„Risiko nicht verantwortlich“: Gemeinde sagt Weihnachtsmarkt nun doch ab

Der Eppertshäuser Weihnachtsmarkt soll am 11. und 12. Dezember trotz der gegenwärtigen Verschlechterung der Corona-Lage stattfinden. Allerdings fällt er deutlich kleiner als sonst aus.
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Der Eppertshäuser Weihnachtsmarkt soll am 11. und 12. Dezember trotz der gegenwärtigen Verschlechterung der Corona-Lage stattfinden. Allerdings fällt er deutlich kleiner als sonst aus.

Im Gegensatz zur Gemeinde Münster hält Eppertshausen an ihren Plänen fest, den Weihnachtsmarkt in diesem Jahr durchzuführen. Allerdings wird er kleiner ausfallen als sonst.

Update vom Donnerstag, 18.11.2021, 14.30 Uhr: Nun hat auch die Gemeinde Eppertshausen ihren ursprünglich für das dritte Adventswochenende, 11. und 12. Dezember, abgesagt. Diese Entscheidung hat der Gemeindevorstand in seiner Sitzung am Mittwoch – an dem Tag, an dem wir noch über die Durchführung berichteten – getroffen. Gründe sind die aktuelle, dynamische Situation rund um das Coronavirus und die sprunghafte Steigerung der Inzidenzen.

Zuletzt waren jeweils drei Eppertshäuser Vereine und Gewerbetreibende, zwei Privatpersonen sowie fünf auswärtige Firmen und Vereine angemeldet. „Wir wollten den Ausstellerinnen und Ausstellern eine Planungssicherheit geben und nicht im Unklaren lassen, welche Voraussetzungen für die Durchführung in vier Wochen aktuell sind“, schreibt die Gemeindeverwaltung. Eine 2G-Regel oder sogar 2G+ Regel sei auf dem Franz-Gruber-Platz mit seinen sieben Zugangsmöglichkeiten nur mit einem sehr hohen personellen und finanziellen Aufwand umzusetzen.

„Ähnliche Veranstaltungen in der Region haben gezeigt, dass beim Anstehen an Getränkestände sowie bei der Verköstigung von Warmgetränken sehr häufig der Mindestabend nicht eingehalten wurde und dieses Risiko nicht verantwortlich in der jetzigen Situation ist“, sagt Bürgermeister Carsten Helfmann. „Wir freuen uns auf einen sicheren und schönen Eppertshäuser Weihnachtsmarkt 2022.

Weihnachtsmarkt in Eppersthausen in abgespeckter Form geplant

Erstmeldung vom Dienstag, 16.11.2021, 15.35 Uhr: Während die Gemeinde Münster die Absage ihres Weihnachtsmarkts verkündet hat, hält die Eppertshäuser Verwaltung trotz der gegenwärtigen Verschlechterung der Corona-Lage noch an der Durchführung fest. Geplant ist er für den 11. und 12. Dezember auf dem Franz-Gruber-Platz – diesmal wird er aber kleiner ausfallen als sonst. „Wir halten am Weihnachtsmarkt fest“, sagt Bürgermeister Carsten Helfmann. Die Gemeinde organisiert die zweitägige Veranstaltung. „Es werden dieselben Marktzeiten sein, aber deutlich weniger Stände“, blickt er voraus.

Damit beginnt der Eppertshäuser Weihnachtsmarkt am Samstag um 15 Uhr sowie am Sonntag um 14 Uhr und dauert dann jeweils bis in die Abendstunden hinein. Schon die Eröffnung wird kleiner ausfallen als gewohnt: Womöglich begrüßt am Samstag zwar wieder das Jugendorchester des Musikvereins Urberach die ersten Besucher, was aber noch nicht sicher ist. Definitiv entfällt jedoch das große offizielle Hallo mit den Gästen aus den Partnergemeinden Codigoro (Italien) und Chaource (Frankreich).

Der Grund: Beide Partnerschaftsvereine haben ihre Teilnahme am diesjährigen Weihnachtsmarkt abgesagt. „Sie hätten von ihrem Konzept mit Zelt abweichen müssen“, sagt Helfmann. Womöglich werde zwar der ein oder andere Gast aus Italien und Frankreich zum Treffen mit den deutschen Freunden anreisen; offizielle Delegationen erwarte man diesmal aber nicht.

Auch darüber hinaus sind dieses Jahr viele nicht mit von der Partie. „Von über 40 Standbetreibern gehen wir runter auf 15“, berichtet Helfmann. Deshalb habe man auch den Gedanken verworfen, zur Entzerrung des Marktgeschehens zusätzlich zum Stammdomizil Franz-Gruber-Platz den Codigoro-Platz (Vorplatz der Bürgerhalle) in Beschlag zu nehmen. „Wir gehen zudem davon aus, dass auf dem Weihnachtsmarkt ständig unter 1 000 Leute sind.“ Deshalb sei auch keine Zugangskontrolle oder Vorgabe in Sachen Impfung, Genesung oder Test geplant. Wenn’s eng wird, zum Beispiel beim Anstellen an den Buden, gilt aber die Empfehlung, zumindest temporär einen Mund-Nase-Schutz aufzusetzen.

Unter den 15 Beschickern des kleinsten Eppertshäuser Weihnachtsmarkts seit langem werden sowohl örtliche Vereine als auch professionelle Verkäufer aus der Region sein. Jenen, die Getränke verkaufen, macht die Gemeinde eine spezielle Auflage, die sie aber mit einem Entgegenkommen verbindet: „Alle Gläser und Tassen müssen bei mindestens 60 Grad gespült werden“, erläutert der Rathauschef. „Da das in den Buden nicht geht, bieten wir als Gemeinde einen Spülservice in der Küche der Bürgerhalle an.“

Während Glühwein und Punsch was für die Erwachsenen sind, kehrt nach der Komplettabsage des Markts im Vorjahr nun auch für die Kinder wieder eine lieb gewonnene Konstante zurück: Am Sonntagnachmittag findet in der Bürgerhalle bei freiem Eintritt ein Theaterstück für Kids im Kita- und Grundschulalter statt. Kinder unter sechs Jahren dürfen ungetestet in die Halle; bei älteren Kindern reicht der Nachweis des Corona-Testhefts aus der Schule. (Von Jens Dörr)

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