Fraktionen stehen Beitritt positiv gegenüber

Eppertshausen bald Klimakommune?

Erleichterung im Eppertshäuser Rathaus: Die Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinde sind in diesem Jahr so hoch wie nie.
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Zwar haben die Gemeindevertreter den FDP-Antrag noch einmal in den Ausschuss verschoben, aber zumindest haben sich alle Fraktionen positiv zum Beitritt der Gemeinde Eppertshausen zum Bündnis Klima Kommunen geäußert.

Bei ihrer ersten „regulären“ Sitzung haben die Eppertshäuser Gemeindevertreter am Mittwochabend einige Beschlüsse gefasst.

Eppertshausen – Die Gemeinde Eppertshausen ist auf einem guten Weg, die 282. Klimakommune in Hessen zu werden. Zwar haben die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Mittwochabend einstimmig beschlossen, den Antrag der FDP-Fraktion in die Ausschüsse zu verschieben. Doch zumindest haben sich alle Fraktionsvorsitze in der Sitzung in der Bürgerhalle positiv zum Beitritt zum Bündnis Klima Kommunen geäußert.

Mit ihrem Antrag beginne die FDP, ihr Wahlprogramm umzusetzen, sagte Fraktionsvorsitzender Thorsten Weber. Der Beitritt wäre „ein Signal an die Bürger“, dass sich die Gemeinde für den Klimaschutz einsetzt. Auch die CDU würde den Beitritt begrüßen, sagte Fraktionschefin Ann-Katrin Brockmann. Allerdings solle das zuvor noch fachgerecht in den Ausschüssen besprochen werden. Weiter hoffen die Christdemokraten auch mit der Einstellung eines Klimaschutzmanagers mehr für die Umwelt tun zu können. Und auch die SPD um den Fraktionsvorsitzenden Günter Schmitt steht dem positiv gegenüber: „Es ist schön zu hören, dass die anderen Fraktionen das auch so sehen.“

Aus der näheren Umgebung sind bereits Münster, Dieburg, Rodgau und Groß-Umstadt dem Bündnis beigetreten und damit Klimakommunen.

Ehemalige Tongrube soll Naturschutzgebiet werden

Eine Entscheidung mit Naturbezug haben die Gemeindevertreter hingegen schon gefällt. Und zwar haben sie einstimmig beschlossen, dem Regierungspräsidium Darmstadt mitzuteilen, dass die Gemeinde nach wie vor das Vorhaben unterstützt, eine ehemalige Tongrube als Naturschutzgebiet auszuweisen. Diese Grube ist seit mehr als 30 Jahren stillgelegt. In dieser Zeit habe sich naturschutzfachlich ein Gebiet entwickelt, bei dem ein Eingriff in Natur und Landschaft unter allen Umständen vermeiden werden soll, heißt es im Abschlussbetriebsplan der Verwaltung.

Außerdem haben die Gemeindevertreter Rita Filipp (CDU) mit 17 Stimmen in ihrem Amt als Ortsgerichtsschöffin wiedergewählt. Die zwei anderen Stimmen – fünf Gemeindevertreter fehlten – gingen an Stefanie Schultheiß (FDP).

Grund zur Freude gibt es für die Kinder der Gemeinde-Kita Sonnenschein: Sie bekommen die Spielkombination Classic „Dorum“ von der Westfalia Spielgeräte GmbH. Das Klettergerüst kostet die Gemeinde inklusive Montage – die ist für den Bauhof zu aufwändig – knapp 20 400 Euro. (Von Lars Herd)

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