Erzieher von St. Sebastian nun auf Liste verdienter Persönlichkeiten

„Beste Kita“ trägt sich ins goldene Buch ein

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Kita-Leiterin Gerlinde Ries-Schemainda machte den Anfang beim Eintrag ins goldene Buch der Gemeinde. Bürgermeister Carsten Helfmann (links) und Pfarrer Harald Christian Röper beobachteten den großen Moment.

Es ist eine Auszeichnung, deren Titel man sich auf der Zunge zergehen lassen muss: „Deutschlands beste Kita steht in Eppertshausen“.

Eppertshausen – Beim mit 25.000 Euro dotierten Wettbewerb des Bundesfamilienministeriums und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung kamen die Juroren zu dem Ergebnis, dass die Qualität der Kita St. Sebastian Spitze ist. Nun würdigte dies der Heimatort mit einer ganz besonderen Ehre: Alle Erzieher durften sich ins goldene Buch der Gemeinde eintragen. Da die Belegschaft wegen der Aufsicht für ihre Schutzbefohlenen aus der Kurt-Schumacher-Straße nicht wegkonnte, brachte der Verwaltungschef das Buch kurzerhand in die Kita.

Im Sportraum durften die Kinder dem Moment beiwohnen, als Leiterin Gerlinde Ries-Schemainda den Anfang mit ihrer Unterschrift machte. Bei 25 Erziehungskräften, die für 125 Kinder da sind, kam eine stattliche Zahl an Unterzeichnungen zusammen. Dem Eintrag wohnte auch Pfarrer Harald Christian Röper als Vertreter für die katholische Trägerschaft bei. In Berlin war er ebenfalls mit von der Partie und erregte in der Eppertshäuser Gruppe vor allem seiner Krawatte wegen für Aufsehen. Der Grund: kaum jemand hatte den Pfarrer jemals mit einem Binder gesehen.

Großes Medieninteresse, beeindruckender Empfang

Laut Kita-Leiterin erwiesen sich die Tage nach der Rückkehr als turbulent: Zwar sei das Medieninteresse durch den Finaleinzug schon groß gewesen, danach habe sich dies nochmal potenziert. Nicht minder beeindruckend sei der Empfang gewesen, den die Eltern für die siegreichen Rückkehrer bereiteten. Die Kita präsentierte sich als opulent geschmückt, dazu stand eine große Torte bereit. Mittlerweile wurde im Foyer des Kindergartens ein eigener Tisch für die vielen Blumen und Geschenke aufgebaut. Dort steht auch der stattliche Siegerpreis in Form einer Hartplastik.

Die Frage an die Leiterin, ob der Sekt die letzten Tage nicht zuviel wurde, lässt sich verneinen: „Meist haben wir die alkoholfreie Version gewählt“, sagt sie. Was mit den 25.000 Euro Preisgeld passiert, ist indes noch nicht raus. Darüber soll in den nächsten Wochen nachgedacht werden. In Gänze abgeschlossen ist die Preisverleihung noch nicht: Neben dem Finale in Berlin wird in Kürze ein weiterer Termin in der Einrichtung angesetzt. Zu dem ist es möglich, dass die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Franziska Giffey, nach Eppertshausen kommt.  

mj

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