„Handkäs’, Äbbel un Kimmelbrot“ für die Helfer

Gemeinde dankt Ferienspiel-Beteiligten mit einem Essen: Bürgermeister am Herd

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Das Kochteam am Herd (von links): Roland Groh, Carsten Helfmann, Dieter Hüllmantel, Dr. Michael May, Rita Filipp und Elisabeth Müller. 

Bei ehrenamtlichen Helfern bedankte sich jetzt die Gemeinde, die sich bei den Eppertshäuser Ferienfreizeiten und im Asylkreis engagiert haben. 75 Personen waren zu einem gemeinsamen Abendessen in die Bürgerhalle eingeladen. 

Eppertshausen – Auf dem Speiseplan stand ein mehrgängiges Menü, das auf Wunsch von Bürgermeister Carsten Helfmann zusammengestellt wurde. „Esse in Hesse“, so lautete das Motto. Frische Zutaten aus dem Hessischen wurden von den „Chefköchen“ Roland Groh und Dr. Michael May für die gewünschten Gerichte verwendet. Beide kochen leidenschaftlich gerne, vor allem für private Veranstaltungen. So köchelten und brutzelten sie auch mal bei Ferienfreizeiten und Kochkursen für Kinder, gehen sonst aber ganz anderen Berufen nach. Ihnen zur Seite standen vier „Beiköche“, die zum Gelingen des Gesamtwerkes beitrugen. Zu dem Team gehören bereits seit vielen Jahren Elisabeth Müller, Rita Filipp, Dieter Hüllmantel und Carsten Helfmann. Für organisatorische Dinge zeichnet Jugendpflegerin Stephanie Groh verantwortlich.

Bereits am frühen Nachmittag begann das Team mit den Arbeiten. Gemüse musste geputzt und geschnitten, die Bratenstücke gewürzt und in den Ofen gesteckt werden. Der Aperitif für den Auftakt der Veranstaltung wurde vorbereitet – und natürlich verkostet. Gereicht wurde ein Granatapfel-Drink mit Schaumwein – allein durch die rote Farbe eine Augenweide.

„Marktsalad mit Handkäs, Äbbel, Zwiwwel und Kimmelbrot“ wurden als Vorspeise gereicht. Wer mehr Wert auf Maritimes legte, konnte sich an „Matjes-Salad mit Gequellte“ erfreuen. Zur Jahreszeit passend stand auch eine „Kürbissupp’ a la Chef“ für die Gäste bereit. Bei den Hauptgerichten konnte man wählen zwischen „Oureweller Äbbelwoi-Hinkelsche“ oder „Kalbsbrade mit alde Gemiessorte“ (Karotte, Pastinake, Steckroiwe). Wer sich nicht entscheiden konnte, nahm halt beides, es war von allem genug da.

„Omas Kartoffelgemies“ wurde zu den Hauptgerichten gereicht, als Nachtisch, für die, die den noch schafften, war „Äbbel-Quark mit em Klecks Sahne“ verfügbar. Neben den Genüssen für den Gaumen gab es auch Genussvolles für die Ohren, denn Helfmann verlas das Rezept fürs Odenwälder „Äbbelei-Hinkelsche“, wie es in reinster Mundart von Armin Treusch, Betreiber eines Genießer-Restaurants in Reichelsheim, niedergeschrieben wurde. Riesling von der Umstädter-Weininsel, Apfelwein und Braustübel-Bier sorgten dafür, dass die Speisen niemandem im Hals stecken blieben.

VON PETER PANKNIN

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