„Eppertshausen und Helfmann: das passt“

Bürgermeister-Wahl: CDU nominiert Helfmann als Kandidat für vierte Amtszeit

Stellt sich am 1. November zum vierten Mal zur Wahl: Carsten Helfmann, seit 2003 Eppertshausens Bürgermeister, will seinen Amtssitz im Rathaus behalten.
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Stellt sich am 1. November zum vierten Mal zur Wahl: Carsten Helfmann, seit 2003 Eppertshausens Bürgermeister, will seinen Amtssitz im Rathaus behalten.

Carsten Helfmann will zum vierten Mal in Folge Bürgermeister von Eppertshausen werden: Das ist das Resultat einer Versammlung des CDU-Ortsverbands am Sonntag im kleinen Saal der Bürgerhalle.

Eppertshausen – Die Christdemokraten nominierten den 46-Jährigen am späten Nachmittag einstimmig als Kandidaten für die Wahl am 1. November. Helfmann ist damit der Erste, der seinen Hut für die Abstimmung in drei Monaten in den Ring wirft. Weiteren Kandidaten bleibt nicht mehr viel Zeit, aus der Deckung zu treten: Nur noch vier Wochen lang haben weitere potenzielle Bewerber die Möglichkeit, ihre Kandidatur im Rathaus kundzutun und entsprechende Unterlagen – etwa die Nominierung durch eine Partei oder die Sammlung einer bestimmten Zahl an Unterschriften von Eppertshäuser Bürgern – einzureichen.

Helfmann, CDU-Mitglied seit 1999, ist seit 2003 im Amt, setzte sich damals im Alter von 28 Jahren erstmals bei der Personenwahl durch. Zwei Wiederwahlen folgten, seine dritte Amtszeit dauert noch bis in den Januar 2021. Sollte der Eppertshäuser am 1. November für sechs weitere Jahre gewählt werden und in eine vierte Amtszeit gehen, wäre er der dienstälteste Bürgermeister im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Zugleich würde Helfmann „Jagd“ auf Peter Andreas Euler II. machen: Eine Aufstellung der Eppertshäuser Bürgermeister seit 1822 verrät, dass Helfmann dann am zweitlängsten das Sagen im örtlichen Rathaus hätte. Bis zu Eulers Marke fehlt allerdings noch ein gutes Stück: Er führte die Gemeinde 33 Jahre lang, von 1868 bis 1901.

Die Versammlung am Sonntag verfolgten 22 CDU-Mitglieder sowie sechs nicht stimmberechtigte Gäste. Die von MdB Astrid Mannes geleitete Wahl fand geheim und unter strengen Corona-Auflagen (zum Beispiel erhielt in der Wahlkabine jeder Christdemokrat einen neuen Stift) statt; Helfmann vereinte 22 Ja-Stimmen auf sich. Den Vorschlag, den Amtsinhaber zu nominieren, hatte zuvor der CDU-Ortsvorstand gemacht. Weitere Vorschläge gab es nicht.

Voraussetzung für den Vorstandsvorschlag war Helfmanns persönliche Entscheidung gewesen, sich für eine vierte Amtszeit zur Verfügung zu stellen. „Diese Entscheidung habe ich vor sechs Monaten getroffen“, verriet der Bürgermeister nach seiner Nominierung. Öffentlich gemacht hatte er sie bis dato nicht.

Allerdings hatte sich zunehmend herauskristallisiert, dass ein Verzicht die deutlich größere Überraschung gewesen wäre. Und das, obwohl Helfmann zu Beginn seiner dritten Amtszeit gesagt hatte, dass sie seine letzte werde. Unter anderem durch seine zwischenzeitliche Kandidatur in Rödermark, wo er die Bürgermeister-Wahl knapp verloren hatte, sei ihm aber noch stärker bewusst geworden, wie sehr er an „seinem“ Ort hänge, so Helfmann am Sonntag. „Eppertshausen und Carsten Helfmann passen zusammen“, sagte er.

Inhaltlich möchte er – seine Wiederwahl vorausgesetzt – besonders drei soziale Projekte zu Ende bringen: den Wohnungsbau der Gemeinde an der Mozartstraße, der ab 2021 insgesamt 14 Wohnungen zu staatlich geförderten Mieten bereitstellt; das Seniorenwohnheim im „Abteiwald“, das 2022 fertig werden könnte; und den Bau einer dritten Eppertshäuser Kita, der 2023 beginnen könnte. Auch die „solide Haushaltsführung mit derzeit sieben Millionen Euro in der Rücklage“ wolle er fortführen, zudem noch stärker Akzente im Bereich der Nachhaltigkeit – etwa durch das Projekt „Blühendes Eppertshausen“ – setzen.

In welcher Form er in den nächsten Wochen Wahlkampf betreiben werden, werde er kurzfristig und stets mit Blick auf die Corona-Lage festlegen, so Helfmann. (Jens Dörr)

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