Begeisternde Unterstützung

Aktion der Katholischen Jugend für Insekten trifft den Nerv Eppertshausens

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Auch als die Party zur 72-Stunden-Aktion des BDKJ am Failisch-Radweg schon lief, bauten die Aktivisten noch an den Hotels. Die 20 Messdiener hatten viele Helfer gefunden.

Es war schon eine gewaltige Kraftanstrengung, in nur 72 Stunden sieben Insektenhotels in großer Dimension zu bauen.

Eppertshausen – Sebastian standen schnell weitere Helfer zur Seite. Am Sonntagnachmittag zum zur Aktion dazugehörigen Fest freute sich Valerie Kramer, die die Fäden der Organisation eisern zusammen hielt: „Rund 40 Helfer, darunter Eltern, Kolpinger, Asylkreis-Aktivisten, Flüchtlinge und alle möglichen anderen Leute kamen, uns zu unterstützen. Und alle packten kräftig mit an. “.

Auch wenn um 15 Uhr zum Beginn des angesetzten Festes am Fuß- und Radweg entlang des Neubaugebietes Failisch sich die dort in Reihe aufgestellten sechs der sieben Insektenhotels noch im Endausbau befanden, tat dies der Freude übers Gelingen des Mammutwerkes keinen Abbruch. Im Gegenteil: Zur über unsere Zeitung und eilends aufhängten Plakaten beworbenen Aktions-Abschlussfete strömten die Bürger am Sonntagnachmittag.

Valerie Kramer (Mitte, auf der Kiste) präsentierte die Aktivisten und freute sich über den großen Zuspruch.

Allen voran Aktionspate Bürgermeister Carsten Helfmann, der schon vor dem Wahlausgang um die Werbewirksamkeit von Naturprojekten zu wissen schien. Bereits im Gemeindeparlament warb er für die BDKJ-Aktion, machte 500 Euro dafür locker. Doch eben die reichten auch bei aller Unterstützung bis Sonntagnachmittag nicht. „Wir haben unser Projekt groß angelegt und für den Hotelbau nur gute Materialien hinzugekauft“, erklärte Sprecherin Kramer. Da dafür über 1 000 Euro ausgegeben werden mussten, nahm man das fehlende Geld kurzerhand aus der Kasse der Messdiener. „Nur soll die Jugendarbeit nicht darunter leiden“, befand Kramer. „Hier können sie Hotelbesitzer werden“, warb sie in die Menge um Patenschaften, wobei eine bereits die Pfarrei hat, eine umgehend Norbert Anton für den OWK anmeldete, und auch der Bürgermeister weitere, tatkräftige Unterstützung zusagte. So solle der Bauhof südlich des Weges, wo sechs Hotels im Abstand von je knapp 50 Metern installiert wurden, nur noch etwa eineinhalb Meter vom Asphalt den Rasen mähen, der Rest dahinter und zwischen den Insektenbehausungen solle ein Blühstreifen werden. In diesem Jahr schaue man, was wächst, im kommenden lassen die Gemeinde rechtzeitig eine Blumenwiese einsäen.

Eigentlich sollten die Hotels beidseitig entlang des Failischweges errichtet werden, doch Experten rieten zur Südseite, da dort die Sonneneinstrahlung länger gewährleistet sei. Pragmatisch folgte man dem Rat, so Helfmann.

Der rechte Ton macht die Insekten-Behausung erst behaglich: Hier entstand die Hotel-Füllung. 

Da noch etliche Restarbeiten an den Pallettenaufbauten vonnöten waren, hatten die Besucher Gelegenheit, sich von der mühseligen, aber lohnenden Arbeit zu überzeugen. Etwa konnte man lernen, wie einst die Füllmasse für Lehmbauten erstellt wurden. Auch erstaunte, was alles für Röhrensysteme als Schlupflöcher der Insektenwohnungen herhalten müssen. Und da die Aktionisten und vor allem deren Eltern und Helfer für ein reichhaltiges Kuchen- und Tortenbuffet sowie eine große Getränkeauswahl gesorgt hatten, sollte auch das Sparschwein nicht darben, das für die Linderung des Lochs in der Messdienerkasse aufgestellt worden war.

Von Thomas Meier

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